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… jetzt auch mit neuen Fetischen!

Etwas neues ausprobieren„: Das raten einem viele Bekannte, wenn man in einer Beziehung das Problem hat, dass das Sexleben eingeschlafen ist.

Bei Schwulen gibts das Problem wohl auch oft genug. Das kann verschiedene Gründe haben. Man passt sexuell einfach nicht zusammen, keiner von beiden will passiv sein, oder oder oder. Am Ende ist es aber meist nur ein Grund: Immer der gleiche Körper ist schlicht & einfach langweilig. Ob da neue Stellungen, neue Experimente oder neue Fetisch-Versuche helfen oder man doch lieber über eine offene Beziehung nachdenken sollte, ist fraglich, aber auch nicht relevant.

Schwule Fetische

Heute: Neue Fetische zum Ausprobieren & Antesten

Gehen wir mal davon aus, dass das mit dem „Neues ausprobieren“ funktioniert und jede (auch ansonsten komplett überflüssige) Beziehung rettet und setzen wir das Thema in die Tat um. Etwas Neues ist ja schön und gut, aber was ist denn neu? Hier kommt das Problem der Relation aus Alter und Erfahrung. Während ein Großteil der Boys unter 20 relativ viele Fetische „abstoßend“ findet, haben Männer um die 40 eigentlich schon alles gemacht und finden nur schwierig Sachen, die wirklich neu sind.

Um genau diesem Faktum entgegen zu wirken, haben wir uns in der bunten schwulen Welt auf der Suche nach neuen und vor allem innovativen Fetischen gemacht. Und tadaa, wir sind fündig geworden! Vorlieben wie NS (nein, dafür muss man sich nicht den Kopf rasieren), Füsse, Leder oder Frauenkleidung sind zwar toll, aber durch ihre inzwischen unfassbar weite Verbreitung nicht nur langweilig, sondern schlichtweg zu normal. Probiert doch mal Folgendes:

  • Windel-Fetisch: Anfangs hielt ich das noch für einen Scherz. Schon vor ein paar Jahren tauchten im Romeo-Dschungel ein paar alte Männer in Windeln auf. Heute vermehrt sich das rasant. Was früher nur in Altersheimen gegen Inkontinenz verwendet wurde, wird 2009 zum Mittelpunkt des Aktes. Auch die Erweiterung auf zusätzliche Baby-Accessories wie Schnuller, Strampelanzug und Co. ist bereits geschehen. Ist das Ganze eine einfache Wandlung der früheren Master-Slave-Beziehungen SM-Bereich zur Vater-Kind-Beziehung? Interessant ist es auf jeden Fall! Und definitiv einen Versuch wert…
  • Gips-Fetisch: Nein, mit den Gipsy Kings hat das nicht viel zu tun, auch wenn die manchmal ebenfalls nach offenem Bruch klingen. Vielleicht einfach nur „Doktorspiele 2.0„, eventuell auch mehr oder weniger. Jedenfalls ist es für die Fans dieser neuen Fetisch-Bewegung nicht die Gewissheit des Gebrochenseins, die anmacht. Eher ist es die Optik des Gips an sich. Deswegen wird auch ohne Bruch gegipst bis zum Abwinken. Ohoh, mit so einem möchte ich mal in den Baumarkt. Und was die liebe Tine Wittler da wohl für Ideen hätte.
  • Saufääään: Gemeint ist damit definitiv nicht, dass man am Sonntag nach einer Party aufwacht und sich fragt, in welcher Reihenfolge man es mal wieder mit wem getrieben hat und von wem genau man die Chlamydien hat. Vielmehr anregend ist die reine Vorstellung, dass ein Mann komplett betrunken, fast komatös, relativ regungslos in der Ecke liegt. Optimalerweise mit der maximalen Dosis an minimaler Hygiene und inmitten dem, was er am Vortag an fester Nahrung vertilgte. Ähm, ja! Keine weiteren Fragen.
  • Kleine Dinger: Eigentlich ziemlich schlüssig, trotzdem bin ich nie auf die Idee gekommen. Genau wie Leute, die es möglichst XXLig haben wollen, gibt es auch genau das Gegenteil. Das sind die Homosexuellen, die dem „weniger ist mehr“-Motto folgen. Habe ich übrigens nicht im asiatischen Romeo entdeckt, obwohl es da aus Mangel an Alternativen durchaus praktikabel wäre. Nein, es handelt sich hierbei um eine Erfindung aus deutscher Hand oder wohl eher dem kleinen Finger der deutschen Hand.

Um es noch ein paar Stufen interessanter zu machen, könnte man eine Kombination verschiedener Techniken versuchen, gerne auch in Einbeziehung bisexueller Praktiken oder größerer Gruppen von Menschen oder Transsexuellen.

Zu beobachten ist auch ein Phönomen, welches ich schon vor 2 Jahren bei der Bildung von Szene-Vereinen beobachtet habe. Getreu dem Motto „Je randgruppiger, desto besser“ gilt hier eben das genaue Gegenteil von: „Es gibt nichts, was es nicht gibt„. Lustig ist es nämlich nur, wenn es neu ist und am Besten noch nie einer auch nur ansatzweise auf die gleiche Idee gekommen ist. Und sobald genug (= mehr als 25) Anhänger oder Fetisch-Mitläufer vorhanden sind, ist es langweilig und muss erweitert oder eingeschränkt werden. So wird aus einem ehemals schwulen Sportverein ganz einfach der „schwule Sportverein für Männer zwischen 23 und 41, die mindesten 2 Kindern über 19 haben“. Oder aus dem Sneaker-Fetisch wird ein „Sneaker mit Gipsbein, aber nur wenn das blau-gelb angemalt ist“-Fetisch.

So, das waren nur einige Vorschläge zur Verbesserung der Sexualität. Übrigens alles reale Fetische. Ideen für absurde noch nicht existente Fetische hätte ich noch genug, davon aber mehr, wenn ich zu mal wieder zu viel Zeit und zu wenig Hobbys habe. Jaja, wir Schwulen mögen es eben hart und dreckig und finden es gerade noch romantisch, wenn die einzuführende Silikon-Nachbildung vorher in heißen Kerzenwachs getaucht wird.

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