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Fundstücke

ProSieben macht’s nun wie TIMM

Leute, was nun kommt ist kein Witz, sondern der Beweis dafür, dass Notgeilheit, Oberflächlichkeit langsam gesellschaftsfähig werden.

Ab dem 18. Januar 2010 gibt es auf ProSieben ein neues Format namens „50 pro Semester“. Der Inhalt ist so lustig wie erschreckend.

Es handelt sich um eine Reality-Show, bei der fünf Jungs die Aufgabe haben, während eines Semesters 50 Frauen oder Männer rumzukriegen. Wer das zuerst schafft, hat gewonnen. Ausgestrahlt wird das Ganze um 16 Uhr. (Quelle: quotenmeter punkt de)

Nunja, wenn da wirklich auch eine Schwuppe mitmacht, ist die Sendung wohl nach 2 Ausgaben vorbei, weil die Schwuppe gewonnen hat. Eine Nacht auf einer Gayparty und schon geht er als Gewinner hervor. Dann aber hoffentlich ohne HIV-Infektion.

Wie heißen ProSieben hiermit herzlich im Jahre 2009 willkommen. Danke, dass ihr die Notgeilheit nun auch schon Nachmittags in die Wohnzimmer der lieben Hartr4-Empfänger bringt.

… jetzt auch mit neuen Fetischen!

Etwas neues ausprobieren„: Das raten einem viele Bekannte, wenn man in einer Beziehung das Problem hat, dass das Sexleben eingeschlafen ist.

Bei Schwulen gibts das Problem wohl auch oft genug. Das kann verschiedene Gründe haben. Man passt sexuell einfach nicht zusammen, keiner von beiden will passiv sein, oder oder oder. Am Ende ist es aber meist nur ein Grund: Immer der gleiche Körper ist schlicht & einfach langweilig. Ob da neue Stellungen, neue Experimente oder neue Fetisch-Versuche helfen oder man doch lieber über eine offene Beziehung nachdenken sollte, ist fraglich, aber auch nicht relevant.

Schwule Fetische

Heute: Neue Fetische zum Ausprobieren & Antesten

Gehen wir mal davon aus, dass das mit dem „Neues ausprobieren“ funktioniert und jede (auch ansonsten komplett überflüssige) Beziehung rettet und setzen wir das Thema in die Tat um. Etwas Neues ist ja schön und gut, aber was ist denn neu? Hier kommt das Problem der Relation aus Alter und Erfahrung. Während ein Großteil der Boys unter 20 relativ viele Fetische „abstoßend“ findet, haben Männer um die 40 eigentlich schon alles gemacht und finden nur schwierig Sachen, die wirklich neu sind.

Um genau diesem Faktum entgegen zu wirken, haben wir uns in der bunten schwulen Welt auf der Suche nach neuen und vor allem innovativen Fetischen gemacht. Und tadaa, wir sind fündig geworden! Vorlieben wie NS (nein, dafür muss man sich nicht den Kopf rasieren), Füsse, Leder oder Frauenkleidung sind zwar toll, aber durch ihre inzwischen unfassbar weite Verbreitung nicht nur langweilig, sondern schlichtweg zu normal. Probiert doch mal Folgendes:

  • Windel-Fetisch: Anfangs hielt ich das noch für einen Scherz. Schon vor ein paar Jahren tauchten im Romeo-Dschungel ein paar alte Männer in Windeln auf. Heute vermehrt sich das rasant. Was früher nur in Altersheimen gegen Inkontinenz verwendet wurde, wird 2009 zum Mittelpunkt des Aktes. Auch die Erweiterung auf zusätzliche Baby-Accessories wie Schnuller, Strampelanzug und Co. ist bereits geschehen. Ist das Ganze eine einfache Wandlung der früheren Master-Slave-Beziehungen SM-Bereich zur Vater-Kind-Beziehung? Interessant ist es auf jeden Fall! Und definitiv einen Versuch wert…
  • Gips-Fetisch: Nein, mit den Gipsy Kings hat das nicht viel zu tun, auch wenn die manchmal ebenfalls nach offenem Bruch klingen. Vielleicht einfach nur „Doktorspiele 2.0„, eventuell auch mehr oder weniger. Jedenfalls ist es für die Fans dieser neuen Fetisch-Bewegung nicht die Gewissheit des Gebrochenseins, die anmacht. Eher ist es die Optik des Gips an sich. Deswegen wird auch ohne Bruch gegipst bis zum Abwinken. Ohoh, mit so einem möchte ich mal in den Baumarkt. Und was die liebe Tine Wittler da wohl für Ideen hätte.
  • Saufääään: Gemeint ist damit definitiv nicht, dass man am Sonntag nach einer Party aufwacht und sich fragt, in welcher Reihenfolge man es mal wieder mit wem getrieben hat und von wem genau man die Chlamydien hat. Vielmehr anregend ist die reine Vorstellung, dass ein Mann komplett betrunken, fast komatös, relativ regungslos in der Ecke liegt. Optimalerweise mit der maximalen Dosis an minimaler Hygiene und inmitten dem, was er am Vortag an fester Nahrung vertilgte. Ähm, ja! Keine weiteren Fragen.
  • Kleine Dinger: Eigentlich ziemlich schlüssig, trotzdem bin ich nie auf die Idee gekommen. Genau wie Leute, die es möglichst XXLig haben wollen, gibt es auch genau das Gegenteil. Das sind die Homosexuellen, die dem „weniger ist mehr“-Motto folgen. Habe ich übrigens nicht im asiatischen Romeo entdeckt, obwohl es da aus Mangel an Alternativen durchaus praktikabel wäre. Nein, es handelt sich hierbei um eine Erfindung aus deutscher Hand oder wohl eher dem kleinen Finger der deutschen Hand.

Um es noch ein paar Stufen interessanter zu machen, könnte man eine Kombination verschiedener Techniken versuchen, gerne auch in Einbeziehung bisexueller Praktiken oder größerer Gruppen von Menschen oder Transsexuellen.

Zu beobachten ist auch ein Phönomen, welches ich schon vor 2 Jahren bei der Bildung von Szene-Vereinen beobachtet habe. Getreu dem Motto „Je randgruppiger, desto besser“ gilt hier eben das genaue Gegenteil von: „Es gibt nichts, was es nicht gibt„. Lustig ist es nämlich nur, wenn es neu ist und am Besten noch nie einer auch nur ansatzweise auf die gleiche Idee gekommen ist. Und sobald genug (= mehr als 25) Anhänger oder Fetisch-Mitläufer vorhanden sind, ist es langweilig und muss erweitert oder eingeschränkt werden. So wird aus einem ehemals schwulen Sportverein ganz einfach der „schwule Sportverein für Männer zwischen 23 und 41, die mindesten 2 Kindern über 19 haben“. Oder aus dem Sneaker-Fetisch wird ein „Sneaker mit Gipsbein, aber nur wenn das blau-gelb angemalt ist“-Fetisch.

So, das waren nur einige Vorschläge zur Verbesserung der Sexualität. Übrigens alles reale Fetische. Ideen für absurde noch nicht existente Fetische hätte ich noch genug, davon aber mehr, wenn ich zu mal wieder zu viel Zeit und zu wenig Hobbys habe. Jaja, wir Schwulen mögen es eben hart und dreckig und finden es gerade noch romantisch, wenn die einzuführende Silikon-Nachbildung vorher in heißen Kerzenwachs getaucht wird.

Nie wieder fette Säcke in deinem Leben!

Das Problem ist fast jedem Schwulen bekannt: In Der Hoffnung auf seinen Traummann klickt man sich bei GayRomeo durch die faktisch endlosen Online-Listen. Doch vor lauter fetter Schwabbel, depressiven Ostdeutschen und perversen Spinnern gehen die wirklichen Schönheiten unter. Doch was tun? Gayromeo bietet leider keine optimalen Filter-Möglichkeiten. Man kann weder HIV-Positive noch SPD-Wähler ausblenden. Blöd vor allem dann, wenn sich genau diese Fakten erst im Laufe des Chats herausstellen. Die Zeit hätte man sich dann auch sparen oder viel lieber in Selbstbefriedigungspraktiken oder Katia Sahlfrank investieren können. Zeit ist schließlich Geld!

Nunja, das Problem mit den politisch Fehlplatzierten kann man wohl schlecht lösen. Für das Problem der dicken Tucken gibt es nun endlich eine sinnvolle und definitiv innovative Lösung. Und die heißt GR-Tools! Eine kleine Erweiterung, die auf Klick genau das tut, was Gayromeo nicht bedacht hat: Leute anhand ihres BMÍ filtern. Genial, denn ein Kerl mit 100 kg ist nicht immer fett, vorausgesetzt er ist 220m groß. Hier ist das Verhältnis die Lösung. Damit ihr auch kein Verhältnis mit dem Falschen anfangt.

GR-Tools

Und wie funktioniert das? Erstmal nur mit dem Firefox! Die GR-Tools basieren auf dem Firefox AddOn Greasemonkey, welches es erlaubt, Javascript-Erweiterungen in bestehende Websites einzubauen. Sobald das AddOn installiert und gestartet ist, installiert man sich auf der GR-Tools Website diese tollen Funktionen. Blupp und fertig!

Die GR-Tools bieten übrigens noch viele weitere praktische Möglichkeiten: Lupen-Funktion, Profil-Öffnung ohne PopUps, direktes Antworten auf Tapsen, YouTube-Link-Verknüpfung, Weiter- und Zurück-Links, direkte Öffnung des Message-Verlaufs, anonymes Öffnen von Profilen, und und und …

Probiert das auf jeden Fall mal aus! Für uns Schwuppen ist das genau die richtige Möglichkeit, sich nicht länger mit hässlichen fetten Bratzen rumzuärgern.

Maybe gibt es in der Zukunft ja noch weitere Funktionen. Ich hätte da ein paar tolle Ideen: Wie wäre es, wenn man Leuten über 30 automatisch Nachrichten mit beleidigenden Inhalten schicken könnte? Oder allen mit BMI über 20 ein automatisches „Nein-Danke“ wahlweise in Empfänger-Sprache oder polnisch? Vielleicht lässt sich das der Entwickler ja mal durch den Kopf gehen, wenn er das hier liest.