Noch 3 Wochen, dann haben wir’s hinter uns!

Das Jahr ist fast vorbei. Da wird es doch Zeit für einen weiteren komplett sinnfreien Jahresrückblick. Dabei müssen auch noch ein paar Sachen gesagt werden, die dieses Jahr nicht in aller Deutlichkeit ausgesprochen wurden und zu kurz gekommen sind.

famous club / Geldverbrennungsanlage: Ganz oben auf der Liste steht der famous club primär deswegen, weil der “Absturz” bereits Silvester 2008 begann. Um ziemlich genau 1:30 am 1. Januar 2009 hatten wir einen kompletten Tonausfall, den wir den kompletten Rest der Nacht nicht richtig beheben konnten. Tja, danach war der Ruf im Arsch. Das Anfang vom Ende, da zu dieser Zeit fast 300 Leute im nur 99qm großen famous club feierten. Knapp ein halbes Jahr später haben wir das famous zum letzten Mal aufgeschlossen. Die Gewissheit desssen, dass wir einen fast sechsstelligen Betrag verbrannt hatten, hat die Lust auf Party, Electro & absolut Vodka halt irgendwann getrübt.

2010 wird schwuler denje!

2010 wird schwuler denje!

Heute möchte ich den Betreibern der wochenendbeziehung in Hannover (Club, der nun in den Räumen des famous ist und trotz pinker Wände übrigens kein Stück homosexuell ist) alles erdenklich Schlechte wünschen. Klingt blöd, ist aber so.

Love Of My Life: Nun eine sehr private Sache. Wen das nicht interessiert, der liest es trotzdem! Neben dem fast sechsstelligen Betrag, den ich mit dem famous erfolgreich eliminiert habe, ging etwas viel Bedeuteneres verloren: Die Zeit, die ich meinem Freund widmete. Die Folge des Ganzen war ein Auseinanderleben und das Beziehungsaus im März, auch wenn das primär von mir ausging. Nicht nur einer der größten Fehler meines Lebens, sondern der mit großem Abstand Größte! Erst wenn man Dinge verliert, sieht man, was man an ihnen hatte. Das habe ich vor März 2009 nie geglaubt. Folglich habe auch ich mal etwas gelernt. Meine große Liebe und eine der wenigen Personen, denen ich zu 100%ig vertraut habe, ist verschwunden.  Und ja, es ist meine eigene Schuld. B., you were the love of my life.

David Guetta: Der wahre Gott! Ich habe ihn schon immer geliebt, viele haben diese Liebe aber erst 2009 entdeckt. In den Top10 der ODC (Official Dance Charts) sind Ende November 2009 ganze 5 Songs von David Guetta. Hätte er einen Sohn, so würde es einen neuen Jesus Christus geben. Der endet dann hoffentlich nicht am Kreuz, sondern bei seinem Papa im Jet rund um die Welt. Bei dieser Gelegenheit könnten wir die komplette christliche Kirche sowieso mal abschaffen und durch DJs ersetzen. Aus mehr als intolleranten und altmodischen Spinnern besteht die heutzutage eh nicht mehr. Und mit den Milliarden an Kirchensteuern (die dann Guetta-Steuer heißen würde, so eine Art DDR-Steuer Solidaritätszuschlag für Frankreich) könnte man soooo geile Partys hochziehen. Mit viel Laser, noch mehr sexy Gogos und am meisten Prosecco. Tadaaaa, Champagner für alle!

Micheal Jackson: Wieso Micheal Jackson und nicht Madonna? Die Frau nervt echt, während wir mit Michael Jackson wohl einen der größten Musiker aller Zeiten verloren haben. Es ist schlichtweg erschreckend, wie Menschen durch die Geldgier anderer über Jahre hinweg zerstört werden. Selbst im Nachhinein ist es mehr als widerlich, wie man aus dem Tod eines Menschen so viel Profit erwirtschaften kann. Das ist schon fast so schlimm wie die Mediengeilheit von Natascha Kampusch.

Robert Enke: Kein Tod hat mich dieses Jahr so genervt wir der des Herrn Enke. Nachdem ich anfangs nichtmal wusste, wer das überhaupt ist, wurde ich Stunden später mit Infos über ihn totgetextet. Tagelang gab es kein anderes Thema mehr, die Headlines etlicher gayromeo-User waren geradezu mit Kondolenz “zugemüllt”. Ist der Kerl Jesus? Denkt eigentlich mal jemand daran, was für Leid er seiner Familie angetan hat? Suizid ist eine so unfassbar feige Tat, dass man danach nicht so tun sollte, als wäre die betreffliche Person Gott! Frau & Adoptivkind werden ihr Leben lang darunter leiden. Und die Euros für diese Schwachsinns-Veranstaltung in der AWD Arena hätte man auch besser investieren können, z.B. als Spende an die Krebshilfe. Robert Enke ist kein Stück mehr wert als ein 12 jähriges Mädchen, welches unverschuldet an Blutkrebs verstirbt. Sorry, aber ich musste das nun mal aussprechen. Fussballfans haben oftmals echt eine Macke.

Bundestagswahl: Juhuu, an dieser Stelle nochmals: Danke Deutschland! Und zusätzlich: Shame on you, Hannover! Schon 2005 haben wir es geschafft, die “Partei des Teufels” zu 50% zu eliminieren. 2009 können wir nun mit Stolz behaupten, diese endlich komplett gekickt zu haben. Komischerweise ist das in Hannover nicht angekommen. Warum nur? In beiden unser Wahlkreise hat die profilloseste und zweitschlimmste Partei aller Zeiten das Rennen gemacht. Nur deswegen, weil der Herr Schröder, der sich ja 7 Jahre lang als “Kanzler” bezeichnen durfte und an Beschränktheit kaum noch zu übertreffen ist, seinen Erstwohnsitz in Hannover hat? Super, ganz großes Tennis! Hoffen wir auf ein Erwachen bis 2013.

gayromeo: Dazu gibts eigentlich derzeit nur eines zu sagen: Gaaanz große kackaaaa! Naja, mir ist gerade im dritten Quartal aufgefallen, dass die Anzahl der Südländer und Bisexuellen extrem stark steigt. Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt jedem selbst überlassen. Und ob das für mehr “soziale Kontakte” oder eher für mehr “sinnloses rumpimpern á la krasse 3er BMW” sorgt, ebenfalls.

Silvester 2009: Wo kann man Silvester besser feiern als in Hannover? Richtig, überall anders auf der Welt, außer in Braunschweig! Auch in Düsseldorf, obwohl Düsseldorf eigentlich das Braunschweig von Köln ist. Die “sensatation” lockt nach Düsseldorf, aber definitiv! Gute Musik, jede Menge Lautstärke, geile Leute und alles in weiß, wow. Das mit dem Dresscode habe ich leider falsch verstanden und mir die Zähne bleichen lassen, anstatt eine weiße Hose zu kaufen.

Gute Vorsätze: Tja, mit den Vorsätzen ist es so eine Sache. Da ich nicht rauche und kein Bock habe auf Rum zu verzichten, wird der Drogen-Entzug kein Vorsatz. Stattdessen vielleicht ein Lifting, 450ml Botox, 250ml Hydro Collagen (Jaa, ich werde nächstes Jahr 25. Genau davor fürchte ich mich schon seit 2003, ich gebe es zu!) und nen pinker 7er BMW mit dem Schriftzug “ich nix abi”. Achja und natürlich ein nochmals optimierter Douglas-Umsatz. Gegen nen neuen Traummann hätte ich vermutlich aber auch nichts einzuwenden. Übrigens… ganz wichtig ist auch noch der Verbotsantrag für “Die Linke”.

Was sonst noch ansteht… naja, rein schwul betrachtet kommt 2010 nicht viel. Ich erneuere hiermit mein Versprechen, die schwule Szene in den nächsten 10 Jahren weder mit Partys, noch mit Discotheken oder anderen Gastronomie-Projekten zu segnen. Was im Sommer folgt ist allerdings ebenfalls homsexueller Natur: Das Nachfolge-Projekt von gayscream.de, zu welchem es in mehreren Städten Deutschlands auch Release-Partys gibt, die aber durch einen Fremdveranstalter organisiert werden. Trotzdem bleibt es extrem spannend, was wohl aus dem CSD Hannover 2010 wird.

PS: Man hat mich darauf hingewiesen, dass ich pro Blog-Seite ca. 15x das Wort “SPD” erwähne und mit der Frage konfrontiert, ob ich der Meinung bin, dass die SPD an allem schlimmen in Deutschland Schuld ist. Einache Antwort: Jaaaaaaa, das ist sie defintiv!

Danke Deutschland!

Heute nur ein paar kurze Worte. Durchaus ernst gemeint und ohne Ironie: Danke Deutschland! Danke und nochmals Dank. Unser Land ist gerettet!

Und auch danke an alle Schwulen und lesbischen Wähler. Danke dafür, dass ihr es nicht zulasst, dass eine Partei, die wochenlang statt Programm nur noch Stimmung gegen die anderen gemacht hat, an die Regierung darf.

Danke dafür, dass ihr es nicht zulasst, dass die DDR in unserem schönen Land Einzug hält. Danke, dass ihr euch eine Zukunft für Deutschland vorstellen könnt. Es wird nicht einfach, aber es geht bergauf.

Noch 2 Sachen an unsere liebe SPD:

  • Es reicht nicht, einen Stand auf der HANNOVER-GAY-NIGHT zu betreiben. Wenn ihr dafür wenigstens ein paar geile Typen mit sexy SPD-Bodypainting hingestellt hättet.. das wäre hamma!
  • Schön, dass ihr den Platz vor unserem Büro mit euer tollen Veranstaltung blockiert. Praktisch, dass ihr an Schankwagen gedacht habt. Wer sich zu sicher ist…. Nunja, jetzt könnt ihr die fehlenden Prozente mit Promille auffüllen und darüber nachdenken, warum eure Partei so vollkommen überflüssig ist.

Übrigens: Für eine Sache muss ich mich dann doch entschuldigen. Mein Spruch gestern bei der SPD-Kondomverteilaktion war “Bevor ich ein SPD-Kondom nutze, bekomme ich lieber HIV”. Das war eindeutig zu hart und böse, denn über HIV macht man keine Witze. Oder doch? Whatever! Auf jeden Fall sorry dafür. Andererseits ist es ja auch praktisch, Kondome zu verteilen. Dann vermehren sich diese SPD-Menschen wenigstens nicht so schnell.

Alexander Marcus – Homo Dance

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Endlich mal was Neues vom lieben Herrn Marcus. Geile Sache und ein Vorgeschmack aufs neue Album. Passt doch endlich mal thematisch hier rein.

Nachtrag: Auch wenn der Song an sich (siehe Kommentar) schon etwas älter ist, ist der erst jetzt und somit aktuell als Single veröffentlich!

Es ist aus!

Offizielle Presse-Meldung der pink! event GmbH:

Vier Jahre Party, vier Jahre Events, vier Jahre ein Höhepunkt nach dem Nächsten. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns mit diesem offenen Brief bei allen mehr als 25.000 Gästen und Werbekunden zu bedanken, die uns in den letzten Jahren unterstützt haben.

Was zuerst nur Gerücht war, ist nun offiziell:

Mit sofortiger Wirkung stellen wir alle Projekte in der schwul-lesbischen Szene Hannovers ein.

Dazu gehört sowohl der famous club, der ab sofort geschlossen ist, als auch die WHY?GAY!-Partyreihe, die mit der Mega-Abschluss-Party am 1. August als beendet erklärt wird. Auch das G:ZiNE-Magazin fällt unter diese Kategorie. Die Juli/August-Ausgabe war hierbei die Letzte.
Zu den Gründen: In letzter Zeit wurde der Zeitaufwand zur Umsetzung der Projekte immer größer. Und da der Event-Bereich nur ein kleiner Teil unseres Unternehmens ist, haben wir uns nach langer Überlegung und schweren Herzens dazu entschieden, diesen zu eliminieren. Auch wenn es immer ein Bereich war, der unserem Team unglaublich viel Spaß bereitet hat.

Und wie geht es weiter? Nun, wir machen das, was wir schon immer gemacht haben: Entwicklung und Investitionen im Internet-Bereich. Und vielleicht wird ja doch schon bald der Traum vom eigenen Blumenladen zur Realität – Nein, Spaß beseite.

Aber keine Angst! Unser Event-Portal www.gayscream.de sowie unser Blog www.csd-hannover.de bleiben bestehen und informieren auch in Zukunft immer frisch über aktuellste Ereignisse in der Szene.

Es mit viel Action mal richtig krachen lassen!

WHY?GAY!
WHY?GAY!

Immer wieder kommt das gleiche Artgument von den Leuten: “Alle Partys sind gleich”. Um den entgegenzuwirken möchten wir mit der kommenden Ausgabe der WHY?GAY!-Party am 1. August 2009 zeigen, was in Hannover wirklich abgeht und was alles möglich ist!

Die Mega Action Edition stellt alle bisher dagewesenen Ausgaben der Party in den Schatten. Auf 2 großen Dance-Areas und der chilligen Lounge gibt es insgesamt 3 Specials, die allein jedes für sich schon einzigartig wären. Auf der August-Ausgabe kombinieren wir alles, was geht!

Auf der vorderen Area werden wir Euch mit sage und schreibe 100 kg buntem Konfetti beschiessen. Unser Konfetti-Shooter schafft bis zu 15m und erreicht daher mit Sicherheit jeden Gast. Doch damit nicht genug. Während der Veranstaltung werfen wir zusätzlich 1.000 Luftballons in die feiernde Menge. DJ Dee-M darf zusehen, wie Ihr vor Spaß und Extase explodiert!

Das größte Special gibt es allerdings in der hinteren Dance-Area. Wir holen eine XXL-Schaumkannone in die Steintor Event Hall und erklären die Location zum Feuchtgebiet! Niedersachsens erste und größte schwul-lesbische Schaumparty setzt neue Dimensionen in Sachen Party-Feeling. Hier bleibt mit Sicherheit niemand trocken! Und mit Sicherheit gibt es auch den einen oder anderen sexy Körper zu sehen.

Ihr seht: Das wird eine lange Nacht! Trotz aller Aktionen bleibt der günstige Eintrittspreis von 10 Euro erhalten. Schüler und Studenten erhalten 2 Euro Rabatt.  Bis 0 Uhr ist zu zudem ein Welcome-Drink inklusive.

Wann? Samstag, 1. August 2009, ab 22 Uhr
Wo? Steintor Event Hall, Am Marstall 8, 30159 Hannover
Warum? Weil ihr dieses einmalige Special auf keinen Fall verpassen dürft!
Mehr Infos? Online unter www.why-gay.de

CSD Termine 2009

Zum CSD Hannover gibt es derzeit leider noch nicht allzuviel zu berichten. Sobald es soweit ist, ist diese Website aber natürlich der erste Anlaufpunkt. Alle Infos natürlich zu erster Stunde.

Eines steht allerdings schon fest – der Termin für den CSD in Hannover: 22. August 2009. Inzwischen sollte das auch kein Geheimnis mehr sein.

Der Termin reiht sich nicht in die anderen CSDs ein, sondern beendet die CSD Saison. Das ist auch gezielt so geplant. Hier die kompletten CSD Termine 2009 (ohne Gewähr):

18. April 2009 CSD Lörrach
23./24. Mai 2009 CSD Düsseldorf
6. Juni 2009 CSD Schleswig-Holstein / Kiel
7. – 14. Juni 2009 CSD Sachsen / Dresden
10. – 14. Juni 2009 CSD Würzburg
20. Juni 2009 CSD Rheinland-Pfalz in Trier
20./21. Juni 2009 Schwullesbisches Stadtfest Berlin
20. Juni 2009 CSD Oldenburg
27. Juni 2009 CSD Berlin
4. Juli 2009 CSD Schwerin
3. – 5. Juli 2009 CSD Köln (ColognePride), Parade am 5.7
6. – 12. Juli 2009 CSD Leipzig, Parade am 11.7.
11./12. Juli 2009 CSD München, Parade am 11.7.
17. – 19. Juli 2009: CSD Frankfurt Main, Parade am 18.7.
18. Juli 2009: CSD Südwest / Konstanz
18. Juli 2009: CSD Rostock
24./25. Juli 2009: CSD Braunschweig, Sommerlochfestival
1. August 2009: CSD Augsburg
1. – 2. August 2009: CSD Nürnberg
24. Juli – 2. August 2009: CSD Stuttgart, Parade am 1.8.
7. – 9. August 2009: CSD Hamburg, Hamburg Pride, Parade am 8.8.
15. August 2009: CSD Bielefeld
15. August 2009: CSD Koblenz
15. August 2009: Lübeck Pride
22. August 2009: CSD Hannover

CSD Braunschweig & CSD Hamburg

Während in Hannover erst für 2009 ein CSD geplant ist, gibt es diesen in anderen Städten Niedersachsens schon länger.

Zum Beispiel in Braunschweig. Dort gibt bereits seit 1996 (also seit 12 Jahren) jedes Jahr ein schwul-lesbisches Straßenfest. Obwohl der CSD Braunschweig damals eigentlich aus dem “Tummelplatz der Lüste” in Hannover entstanden ist, hat er sich wacker geschlagen und durchgehalten – und das obwohl der Tummelplatz in Hannover längst Geschichte war (2002 endete die Ära Tummelplatz).

Folgenden Ausschnitt habe ich dazu übrigens im Internet gefunden:

It’s Partytime! Über 5.500 Brüder und Schwestern feierten im vergangenen Jahr eine der größten schwulesbischen Parties der Republik In diesem Jahr findet die Party in einer großen Lagerhalle statt. So what?! Sechs DJs auf drei Dancefloors (Trance/House, Party/Disco, Schlager), 5 Indoor-Areas, women/men-only-Bereiche + Darkrooms, Essen & Trinken, Chill-Outdoor u.v.m. Come and see!

Ja, das war Hannover! Eine offizielle Info von der Party der Party zum Tummelplatz 1999. Damals lag der Eintritt bei 27 DM. Hier gibts auch noch Fotos dazu.

Aber zurück zu Braunschweig: Das Sommerloch Festival (CSD Braunschweig) steht 2008 unter dem Motto “Lesben, Schwule, Sensationen” und findet mit Straßenfest vom 25.07 bis 26.07.09 statt.

Doch auch in Hamburg (CSD Hamburg) geht’s 2008 wieder ab. Vom 1. bis 3. August 2008 ganz getreu dem Motto “Butter bei die Fische! Endlich Gleichstellung”. Wollt ihr das verpassen? Nö… also ab nach Braunschweig und Hamburg!

Was ist der Christopher Street Day?

Unter dem Christopher Street Day – oder kurz CSD – subsumiert man die weltweiten Demonstrationen für die Rechte von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten. Zurück geht die Veranstaltung auf den so genannten „Stonewall Aufstand“ am 24. Juni 1969. Bei diesem Aufstand setzen sich Homosexuelle erstmals gegen die brutale Polizeiwillkür zur Wehr, die immer wieder bei Razzien in Bars und Cafes mit überwiegend homosexuellen von den Polizisten an den Tag gelegt wurde. Der Aufstand fand auf der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village statt und gab den jährlich am letzten Samstag im Juli Gedenkmärschen seinen Namen.

Von New York aus breitete sich dieses Konzept der friedlichen Demonstration über die ganze Welt aus und kam auch 1979 unter diesem Motto nach Deutschland. In Berlin und Bremen wurde, wenn auch noch in kleineren Gruppen, erstmals öffentlich unter dem Namen „Christopher Street Day“ demonstriert. Heute gibt es in Deutschland zwischen Juni und August unzählige Veranstaltungen mit den Schwulen, Lesben und andere Menschen für ihre Rechte eintreten. Die größten Veranstaltungen finden in Berlin und Köln statt. Im Gegensatz zur Intoleranz ihrer Gegner sind beim CSD alle Menschen, egal welcher sexuellen Prägung, willkommen. Auch nur so ist es zu erklären, dass der im Jahr 2002 unter dem Motto „Europride“ veranstaltet CSD mehr Interesse bei Zuschauern und Mitwirkenden fand als der Karnevalsumzug. 1.200.000 Menschen besuchten das bunte Treiben oder wirkten aktiv daran mit.

Die meisten Christopher Street Days werden von Vereinen oder Organisationen veranstalten und stehen unter einem politischen Motto. Der Demonstrationstag verläuft meistens in ähnlichen Bahnen: Begonnen wird mit einer Demonstrationsparade, die am Ort der Abschlusskundgebung endet. Zur Erhöhung der Aufmerksamkeit sind die meisten Teilnehmer mit Kostümen ausstaffiert, die auf sie selbst und ihr Anliegen aufmerksam machen. Dabei vergessen sowohl die Mitwirkenden als auch die Zuschauer nicht sich selbst ausgiebig zu feiern. In den meisten Fällen so unkompliziert und friedlich wie man es von Demonstrationen gar nicht gewohnt ist.