CSD Hannover

Gay Blog über die Szene, schwulen Lifestyle, Hannover & CSD

Betrachtungen fernab der rosaroten Brille

Wir haben die ersten Fotos des CSD Hannover 2011. Während es anfangs noch etwas regenete, schoben sich die Wolken zu Beginn der Parade zur Seite. Hunderte Schwule & Lesben (vor allem viele Lesben) tummelten sich auf Hannover Straßen. Schon kurz nach 11 Uhr morgens ging es auf dem Hauptbahnhof Hannover her wie auf dem L-Beach. Außergewöhnliche Gestalten, sexy Ladies, kunterbunte Männer, jede Menge Bier & Prosecco und viele Zuschauer. Cool, dass das Wetter dann doch noch mitgespielt hat.

Hier ein paar Impressionen:

Alle kompletten fast 200 Fotos findet ihr auf gayscream.de oder auf unserer Facebook-Fanpage.

Die Fotos (auch die bei gayscream.de oder auf der Facebook-Seite) dürfen unter Angabe/Verlinkung der Quelle (csd-hannover.de) gerne weitergegeben & gedruckt werden – das gilt auch für die Presse. Bei Rückfragen dazu einfach Kontakt mit uns aufnehmen.

Wir freuen uns schon jetzt auf den CSD Hannover 2012! Und dann wird es noch größer, noch besser, nöch schöner, noch sexier und mit noch mehr Bier & Prosecco :-)

Endlich ist es soweit, der CSD Hannover 2011 geht an den Start. In diesem Jahr ist es bereits im Juni soweit. Der CSD wurde von August auf das Pfingst-Wochenende vorverlegt. So startet die CSD Parade am 11. Juni 2011 um 13 Uhr auf dem Steintorplatz. Gegen 15 Uhr endet die Demonstration an gleicher Stelle – es folgt eine Kussminute, die von der Aidshilfe veranstaltet wird, sowie ein Kicker-Tunier samt Sport-Meile. Zum Abschluss folgt noch einen Bühnenprogramm.

Alle Fakten auf einen Blick

  • CSD Parade Hannover: Samstag, 11. Juni 2011
  • Start: 13 Uhr  auf dem Steintorplatz
  • Ende: ca. 15 Uhr an gleicher Stelle
  • Die Route gibt es hier.

Wir freuen uns auf einen wunderschönen CSD 2011 in Hannover und vor allem auf traumhaftes Wetter. Und natürlich zeigen wir Hannover im Rahmen der Parade, was Hannovers Schwule & Lesben zu bieten haben: Vielfalt, Kultur & viel Freude an der Sache.

Party am CSD-Samstag, den 11. Juni 2011

Und wem nach Ende des CSD zum Feiern zumute ist, der darf sich auf eine Party zum CSD-Motto im Fever Club freuen, Hannovers Club für Gays, Lesbians & Friends seit über 4 Jahren. Die Party startet ab 21 Uhr in unmittelbarer Nähe zum Steintorplatz, in der Mehlstraße 1c.

Die CSD Route 2011

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CSD Hannover | Wirb ebenfalls für deine Seite

Ja, viele werden es bereits gemerkt haben: Es ist 2011! Ein neues Jahr bedeutet nicht nur neues Glück, sondern auch neue Partys, neue CSDs und vor allem jede Menge neuer Spaß! Und damit ihr den größten Spaß in 2011 nicht verpasst, halten wir euch selbstverständlich über alle aktuellen Vorgänge und Hannover und Region auf dem Laufenden.

Aber auch überregional tut sich 2011 natürlich eine ganze Menge: Dafür haben wir euch alle CSD Termine 2011 in einer übersichtlichen Liste zusammengestellt. Das ist doch sicher die ein oder andere Reise wert, oder nicht? Im Juli gibts natürlich auch wieder die superscharfe Ausgabe der colour cologne 2011 in Köln, der mit Abstand größten schwul-lesbischen Party in Deutschland. Unser Tipp: Diesen Event unter keinen Umständen verpassen!

Doch auch in unser schönen Landeshauptstadt tut sich im neuen Jahr wieder jede Menge: Neben der dritten Ausgabe des CSD Hannover steht die zweite Ausgabe des HannoverPride an. Noch größer, noch cooler und vermutlich mit supergeilem Wetter :-) Sobald es genauere Informationen zu den Events gibt, erfahrt ihr es natürlich zuerst bei uns.

Übrigens, wir haben nun auch eine Fanpage bei Facebook:

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Rosa Tag im Heide Park

Ach, wie sich das reimt! Dieses Wochenende (also am 11. September 2010) startet bereits zum 5. Mal der vom CSD Nord e.V. organisierte Rosa Tag im Heide Park Soltau. Er bildet 2010 wie auch schon in den Vorjahren den grandiosen Abschluss der CSD Saison.

Viel Programm steht auf dem Plan: Neben einem Speed-Dating, einer Mini-Parade und einem Meet&Greet ist dieses Jahr auch eine Party im Park dabei.

Fazit: Wer für den Sommer 2010 sowieso noch einen Besuch in norddeutschlands größtem Freizeitpark geplant hatte, der sollte den Rosatag in jedem Fall nutzen. Und natürlich auch die, die dieses Jahr schon da waren. Zusätzlich gilt das auch für alle, die noch nie im Heidepark Soltau waren.

Wie ich vom Team des CSD Hannover 2010 erfahren und nun auch veröffentlichen darf, findet der CSD in Hannover auch dieses Jahr definitiv statt! Natürlich gibts dazu auch ein paar nähere Informationen:

Am 28. August 2010 gegen 13 Uhr startet die Demo an der Marktkirche und endet ca. 2,5 Stunden später an gleicher Stelle. Das Treffen vor der Demo findet bereits um 12:30 Uhr statt, damit die Aufstellung eingenommen werden kann. Dieses Jahr nehmen wohl auch motorisierte Teilnehmer an der Parade teil.

Die Abendveranstaltung wird im Q Club (ehemals GQ Club), Hamburger Allee, stattfinden. Der Eintritt hierbei beträgt für Schüler/Studenten etc. 6 Euro und für alle anderen 8 Euro. Musikalisch sind DJ TiHo und DJ Angie mit Songs aus aktuellen Charts, RnB und House am Start.

Paralell dazu findet (wie im letzten Jahr auch) die HANNOVER-GAY-NIGHT in der Discothek Agostea statt. Die Location ist nur wenige Meter vom Q Club entfernt.

Der Streckenverlauf:

Auf einer größeren Karte anzeigen

Treffpunkt ist die Marktkirche um ca. 12:30 Uhr.

Offizieller Presse-Text des CSD Hannover

Am 28.08.10 veranstaltet der Verein SchwuLes Hannover an der Marktkirche den 2. Christopher Street Day mit einen Demonstrationszug durch Hannovers Innenstadt. Während sich Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender letztes Jahr zu Fuß durch die Innenstadt bewegten, setzt der diesjährige CSD die Vielfalt unserer Community in all ihren Facetten in den Vordergrund.
Die Parade wird dieses Jahr durch die teilnehmenden Vereine und Gruppen nicht nur zu Fuß, sondern auch durch Musikfahrzeuge unterstützt. Auch dieses Jahr wird Travestiekünstlerin Patsy Baker den Umzug anführen und die Teilnehmer/Zuschauer animieren. Zusätzlich bietet das CSD Team eine Warm-Up Party ab 16 Uhr in der Szene Bar Caldo( Bergmannstraße 7 ) sowie eine Stadtrallye mit zahlreichen schwul/lesbischen Anlaufpunkten. Gleichzeitig können die Gewinner Freikarten für die offizielle CSD Abschlussparty in der Q Club-Lounge hinter dem Bahnhof gewinnen. Die Q Club-Lounge Location lockt die Besucher mit fairen Preisen, und einen neuem Ambiente.Ein besonderes Highlight an diesen Abend bietet die Burlesque Tänzerin Candy mit ihrem erotischen Showtanz.

Der 2009 gegründete Verein SchwuLes Hannover e.V. setzt sich für die Unterstützung gleichgeschlechtlich empfindender Menschen in ihrer Lebensweise ein. Um der noch immer in der Bevölkerung bestehenden Diskriminierung entgegen zu wirken, sieht der Verein seine Aufgabe in der Aufklärung und Repräsentation schwul-lesbischen Lebens innerhalb Hannovers und der Region. Immer noch werden Schwule, Lesben, Transgender und Intersexuell in vielen Bereichen der Gesellschaft ausgegrenzt, diskriminiert und verurteilt. Sie sind der restlichen Gesellschaft also gesetzlich immer noch nicht gleichgestellt. Deshalb befürwortet SchwuLes Hannover e.V. die Eintragung ins Grundgesetz nach Artikel 3 der für das ausdrückliche Verbot der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität steht. Der Verein möchte mit dem diesjährigen CSD zum Ausdruck bringen, dass Homosexuelle Teil dieser Gesellschaft sind und somit auch die gleichen Rechte in Anspruch nehmen wollen bzw. sollen.

Eine weitere Aktion, soll auf die Vielschichtigkeit schwul/lesbischen Lebens in Hannover aufmerksam machen. Dies ist in Form einer Stadtrallye geplant: Nach der Abschlusskundgebung werden die Teilnehmer, ausgerüstet mit Stadtkarte und Stempelkarte, durch Hannovers Innenstadt gelotst, an denen sich verschiedene Vereine, Gastronomie und Initiativen mit verschiedenen Angeboten und Aktionen präsentieren. Als Preise locken individuell bedruckte Trikots mit CSD Hannover Logos, Verzehrgutscheine, Buttons, Aufkleber, Regenbogenflaggen und noch viel mehr.

Der Verein SchwuLes Hannover e.V. hat sich dazu entschieden den diesjährigen CSD , nicht wie zuvor geplant unter dem Motto “Wir sind (auch) Deutschland” zu veranstalten. Aufgrund verstärkter Kritik und der Möglichkeit, dass das verworfene Motto nationalistisch interpretiert werden könnte, verzichtet der Verein dieses Jahr auf ein Motto.

Eigentlich ist das schönste an Braunschweig grundsätzlich die Autobahn nach Hannover. Und auch als die Bahnstrecke Hannover-Braunschweig wegen eines Zugunglückes im Januar gesperrt war, hat man sich gefragt, ob das jemanden stört, oder ob es eher positiv wirkt, so wie damals die Mauer, die uns vor der DDR geschützt hat.

Doch Stop, das Wort “eigentlich” war Absicht, denn am Wochenende läuft in Braunschweig wieder der beste Event des Jahres. Mit dem CSD Braunschweig alias Sommerloch Festival zeigt uns Braunschweig jedes Jahr aufs neue, dass nicht alles schlechter als in Hannover ist.

Sommerloch Festival 2010 - Burgplatz Braunschweig

Sommerloch Festival / CSD Braunschweig am Burgplatz

Schirmherr der Veranstaltung ist dieses Jahr niemand geringeres als Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP). Auch das zeigt, dass Braunschweig in Krisen-Zeiten der FDP Mut beweist. Es ist übrigens interessant zu wissen, dass in Braunschweig nicht die SPD, sondern die CDU an der Macht ist. Ist hier der Zusammenhang zwischen Politik und die Ausrichtung eines erfolgreichen CSD in Niedersachsen?

Whatever, das Programm der Kundgebungen kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Das Sommerloch-Festival ruft Künstler wie die Jakob Sisters, Rozalla (Everybody’ free) und Daphe de Luxe auf den Plan. Letztere hat schon auf dem HannoverPride gezeigt, was sie kann. Die Kundgebungen finden am 23.07 ab 18 Uhr und am 24.07 ab 14 Uhr auf dem Burgplatz statt.

Keinesfalls verpasst werden darf natürlich auch die PrideNight am 24.07 ab 22 Uhr, welche die Abschlussparty des CSD Braunschweig darstellt. Wie in den Jahren zuvor, startet diese auch 2010 in der Meier Music Hall (Schmalbachstr. 2). Nicht nur DJ Frau Hoppe und DJ Tommy werden ihr bestes geben, das diesjährige Motto “Wild Wild West” in die Tat umzusetzen. Outdoor haben die Gäste die Möglichkeit, ihr Können beim Bullriding zu unter Beweis zu stellen - und nein, damit ist nicht der Darkroom gemeint. Karten für die Party können auf den Kundgebungen am Info-Stand der Sommerlochs für 9 Euro (AK dann 11 Euro) erworben werden.

Auch wenn die meisten in den letzten Wochen vermutlich Regentänze abgehalten haben, damit es endlich wieder ein bisschen feuchter wird, so hoffen wir doch, dass das Wetter noch umschlägt, und die Braunschweiger ein sonniges Sommerloch Festival 2010 genießen dürfen. Wer so einen geilen CSD hat, dem sei es gegönnt!

Nachdem die Kulturtage schon seit Anfang Mai laufen, nähert sich der Hannover-Pride langsam aber sicher seinem Höhepunkt. Das Straßenfest samt Kundgebung am Pfingstsonntag, den 23. Mai 2010. Ab 14:00 Uhr dürfen diejenigen, die dann schon wach sind (die Vorabendparty kann lange dauern) ein Bühnenprogramm bestauen, was einige Highlights bereithält. So sind unter anderem Carlos Fassanelli und Daphne de Luxe dabei, die schon zum Schützenfest jährlich die Stimmung zum Höhepunkt treibt. Um ca. 21 Uhr endet das Straßenfest, welches auch Infostände und natürlich jede Menge Bier bereithält. Olé!

Hannover Pride

HannoverPride am 23. Mai 2010

Wer dann noch nicht vollkommen blau ist, darf direkt ins Agostea wechseln. Hier findet die PrideNight statt. Dafür wurde das Agostea auf das anliegende Parkdeck erweitert, damit genug Platz für alle Gäste ist. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt. Es ist empfehlenswert, sich eine Karte für die Party auf dem Stand des Staßenfestes zu kaufen, um sich Wartezeiten am Eingang zu ersparen.

Alles in allem darf man sehr auf den Ausgang der Veranstaltung gespannt sein. Und am Ende dann hoffentlich sagen, dass Hannover zwar keinen richigen CSD, aber zumindest eine ähnliche Veranstaltung hat, die richtig burnt.

Ist euch schon aufgefallen, dass 2010 noch andere Highlights bereithält? So sollte schon jeder mitbekommen haben, dass die Fussball-WM in die nächste Runde geht (11. Juni bis 11. Juli 2010). Gibt es eigentlich abgesehen von mir noch andere Leute, die keinen 55 Zoll Full-HD LED-TV im Wohnzimmer haben? Achja, auch die “Gay Games” kommen dieses Jahr nach Deutschland – ab dem 31. Juli in Köln. Das Jahr des Sports quasi. Das gilt natürlich auch für Bettsport!

74, 83, 90, 2010 oder wie ging das noch gleich? Erst durch das Wiederaufkommen dieses furchtbar nervigen Fussball-Songs wurde mir bewusst, dass in der Tat bereits vier Jahre seit der letzten WM vergangen sind. Oh mein Gott, wie konnte das geschehen? Man sagt ja, dass die Zeit schneller vergeht, je älter man wird. Aber bin ich wirklich schon so krass alt? Erschreckenderweise ja! Vor vier Jahren war ich jung, erfolgreich, schlank, beliebt, innovativ und auf dem besten Weg. Und heute denke ich 35% des Tages nur an Botox und Douglas. Schade, dass Douglas nicht gegen fette Ärsche hilft.

2006, als man dieses riesen-Fernseher-Ding nahe des Schützenplatzes aufgebaut hat, ja das war schon scharf. Eigentlich hatten wir damals nicht damit gerechnet, dass es Schwule & Lesben gibt, die Fussball gucken. Auf unserer damaligen Ausgabe der WHY?GAY!-Party haben wir es dann gemerkt. Für die Party in der Galerie Luise hatten wir mit 2.000 Gästen gerechnet – am Ende waren es nur um die 1.000. Zudem könnte es aber noch daran gelegen haben, dass es eine Woche zuvor in der Location gebrannt und die Zeitungen mit “Einsturzgefahr” getitelt haben.

Ist das wirklich schon so lange her?

2006: Ist das wirklich schon so lange her?

2006, da war das Schützenfest wie leer gefegt. Selten konnte man so entspannt über den Schützenplatz schlendern und sich diverse Bratwürste reinpfeifen. Ob das nun gut oder schlecht war ist eine gute Frage. Aber irgendwer muss ja am ganzen Hype verdient haben. Finden Schwule Fussball eigentlich nur deswegen cool, weil sie sich vorstellen, wie die Spieler vor und nach den Spielen in der Umkleide im Rudel bumsen?

2006 habe ich meinen Schatzi kennengelernt. Auch wenn es zwischendurch Stress & Pausen gab, hält unsere Liebe nun schon über vier Jahre. Krass, in der schwulen Szene ist eine einjährige Beziehung meist schon undenkbar.

2000, da sind es sogar schon zehn Jahre her. Das Jahr, in dem Hannover zur Expo-Stadt wurde. Schade, dass man das Gelände nicht erhalten hat. Vor kurzem hat die SPD den Yemen Pavillon (Yempa), indem eine Zeit lang auch Gay-Partys statt fanden, abgerissen. Das ist natürlich mal wieder typisch Hannover.

2000, mit 15 Jahren war ich eine echte Jungschwuppe. Gerade die ersten Erfahrungen mit Jungs gemacht, noch wohnhaft in Wesendorf nahe Gifhorn. Und ja, ich bin sogar mal zur Schule gegangen. 2000 tat ich das. Ich erinnere mich sogar noch an mein erstes Mal, das muss auch so ca. 2000 gewesen sein, oder 2001? In einem Senioren-Rheumabad in Braunschweig – und nein, nicht mit einem Senior, sondern mit einem jungen sexy Kerl mit wirklich scharfen Muskeln. Millennium oder so – damals hatten alle Angst vor dem totalen technischen Kollaps. Uns war noch nicht bewusst, dass das echte wirtschaftliche Chaos erst knapp zehn Jahre später ausbricht.

2006, da war ich 21 Jahre jung! Wenn man hochrechnet lässt sich bereits erahnen, dass ich dieses Jahr meinen 25. Geburtstag feiern darf. Zusammen mit meiner besten Freundin und Scheinehefrau aus steuerlichen Gründen gibt es dazu eine fette Party! Sie hat dabei noch das Glück, ein jahr jünger zu sein als ich. Am 29. Mai ab 20 Uhr feiern wir im sechsterstock² Hannover (über dem Capitol). Wer mich oder meine Frau kennt und noch nicht eingeladen wurde (vergessen?), darf sich gerne melden, um diese Party der superlative nicht zu verpassen. Wer jung, sexy und partygeil ist darf das auch tun, wenn er uns nicht kennt. Natürlich ist auch ein Schönheitschirug anwesend, der ausgewählten Gästen live Botox injiziert und die Lippen aufspritzt. Chiara, wir kommen!

Interessant und gleichzeitig erschreckend – haben Facebook und gayromeo doch eigentlich nichts gemeinsam. Abgesehen natürlich davon, dass die meisten Schwulen (und bei Facebook sogar Lesben) drin sind. Facebook läuft über und selbst ich bin dem Trend treu geworden – so technikscheu ich auch bin. Scheiss auf mein- und studiVZ, der ganze billige Abklatsch ist eigentlich eh für die Tonne. Nunja, ich möchte die Gelegenheit nutzen und überlegen, was passieren würde, wenn man Facebook mit gayromeo kombinieren würde.

Los geht es direkt nach dem Login – auf der Startseite wie üblich die neusten Aktionen und Kommentare aus dem Freundeskreis. Die Vorschläge, wen man alles kennen könnte, wären in unser Abwandlung natürlich die “User, mit denen du schon geschlafen haben könntest”. Coole Sache. Findest du dabei jemanden, bei dem das wirklich zutrifft, kannst du ihn direkt zu deinen Freunden hinzufügen. Nun wird dir auch angezeigt, wer von deinen Freunden ebenfalls mit besagter Person gepimpert hat. Zudem hast du die Möglichkeit, User “als gefickt” zu markieren.

Facebook meets gayromeo

Facebook meets gayromeo

Der wahre Clou kommt aber erst: Durch deinen wachsenen Freundes- und Sexualpartner-Kreis kann dir exakt gesagt werden auf was du stehst - und so perfekt neue Sexualpartner ermittelt werden. Waren beispielsweise verhältnismäßig viele gutbestückte Typen dabei, so werden dir in der “Boys, mit denen du sofort poppen solltest”-Box nur Kerle mit entsprechender Männlichkeit angezeigt. Natürlich wird der Beziehungstatus dabei nicht berücktsichtigt. Warum auch?

Auch ein Krankheiten-Frühwarn-System wäre integriert. So kannst Du dir für jeden User die Wahrscheinlichkeit einer Geschlechtskrankheits-Infektion in Prozent anzeigen lassen. ”Es ist zu 23% wahrscheinlich, dass Hubert mit Chlamydien infiziert ist”. Errechnet wird das Ganze ahnand der Angaben über Safersex und die Anzahl der Sexualkontakte. Nicht immer zu 100% korrekt, aber dennoch recht realistisch.

Und wie kann man das Konzept monetarisieren (= zu Geld machen)? Ganz einfach so, wie es im Internet 2010 eh schon funktioniert. Mit Werbung, die zu den Menschen passt. Mini-Pimmel-Inhaber bekommen Vakuum-Geräte beworben und echte Männer Kondome oder iPhones.

Na dann, prost! gayromeo hat übrigens gerade mal eine lächerliche Million an Benutzern gesammelt, während Facebook es auf über 350 Millionen bringt. Vermutlich sind die gayromeo-User den Facebookern trotzdem deutlich an Sex voraus, d.h. 1 gayromeo-User hat mehr Sex als 350 Facebook-Mitglieder. Ob man das gut findet, ist wohl jedem selbst überlassen.

Eigentlich wollte ich heute einen Artikel schreiben, der Hannover in ein gutes Licht stellt. Quasi Komplimente für die Heimatstadt. Problematischerweise stellte sich aber heraus, dass Hannover abgesehen von viel grün & blau wie Maschsee, Eilenriede und Co. eigentlicht nicht viel zu bieten hat. Nun ja, fangen wir heute mal mit einer Reihe von Beiträgen an, die beschreiben sollen, warum Hannover so bescheiden ist. Teil eins sind “zehn Dinge am lesbischwulen Nachtleben, die Hannover nicht hat”:

Nr. 1: fame Stuttgart: Inzwischen ist die fame-Party _das_ Gay-Event in Süddeutschland. Mit ca. 3000 Gästen pro Party bricht jeder Event neue Rekorde. Komisch, Stuttgart ist an sich gar nich so viel größer als Hannover. Naja, vielleicht liegt der enorme Erfolg der Partyreihe ja an den genialen DJs und Szenegrößen, Live Percussions, sexy Gogos für Mann und Frau, und und und …

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Nr. 2: colour cologne: Okay, das ist unfair. Natürlich kann man die colour nicht mit Hannover vergleichen. Ich tue es trotzdem. Wer die colour-Party erlebt hat, der weiß, was eine geile Party ist. Trotz hohem Eintritt und nicht ganz kostenlosen Getränken waren beide Ausgaben des Events gigantisch. Die dritte Ausgabe startet 2010 etwas später als sonst – nämlich als Eröffnungs-Party zu den Gay Games 2010 am 31.07.2010.

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Nr. 3: Das Haus B in Berlin. Früher war es die Busche, heute ist es das Haus B. Inzwischen vor allem durch eine extrem hohe Anzahl an Lesben, die aussehen wie Männer, bekannt. Es gibt eine Men-Only-Area, damit man immer genau weiß, was man anbaggert. Im Haus B ist eine geile Party bis in die frühen Morgenstunde garantiert, und das obwohl es sich in der DDR befindet.

Nr. 4: circuit festival. Wow! Halbnackte Männer bis zum Umfallen – Sonne, Party, Prosecco. Natürlich in Spanien, denn musikalisch ist uns Spanien sowieso immer voraus. Boar, wie geil ist das denn bitte?

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Nr. 5: Das Lesben Camp – was nach einem Titel für einen Porno klingt, ist keiner. Zumindest nicht offiziell. In ganz Deutschland gibt es Camps für Lesben. Diese Zelten gemeinsam und organisieren sich in diversen Workshops. Über Lesben kann ich ansonsten leider auch nicht soo viel sagen, da ich mit dieser speziellen Bevölkerungsgruppe nicht sonderlich vertraut bin. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass ich bis zum Anschlag frauenfeindlich bin. Traut sich auch jemand, das für Schwule zu machen? Vermutlich nicht, weil er ganz genau weiß, dass das in einer riesengroßen Orgie enden würde.

Leute, die küssende Frauen anregend finden, hätten das “1. Lesbenfestival (L-Beach)” am vergangenen Wochenende auf keinen Fall verpassen dürfen. Ganze 6.000 Brüste (= 4.000 Lesben [abgebundene Brüste nicht mitgezählt]) versammelten sich am Weissenhäuser Strand der Nordsee. Ein Wet-T-Shirt-Content, viel Alkohol, etliche DJanes und mehr. Wie beim CSD Braunschweig vor zwei Jahren war auch hier Elli Erl dabei. Elli Erl ist nach wie vor die einzige DSDS-Gewinnerin ohne Nummer-Eins-Hit. Respekt! Ich weiß, das hatte ich schon mal erwähnt.

Nr. 6: Propaganda Party Berlin. Die Geschichte der Party-Location Goya ist interessant, denn das Konzept machte 2005 große Schlagzeilen. Ganze 11 Millionen Euro wurden in den Umbau investiert. Da das Erhoffte leider nicht eintrat, gab es schon im März 2006 die Pressemeldung zur Insolvenz. Nun ja, nach Wiedereröffnung wird das Goya nun für Partys und Konzerte genutzt.  Nicht nur die Musik, sondern auch die Lichtanlage sind erstklassig. In Berlin einer der ersten Anlaufpunkte.

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Nr. 7: Gaybeach: Nackte Männer in Deutschland? Nein, vielmehr sind es Schwule & Lesben in Berlin, die gemeinsam Cocktails schlürfen. In Hannover tauft sich ein ähnliches Konzept “Skybeach” und platziert sich auf Parkhäusern. Nicht explizit schwul, man wird eventuell aber auf die eine oder andere Tucke treffen, auch wenn es nur der Kellner ist.

Nr. 8: Einen echten CSD Hannover. Viel möchte ich dazu nicht mehr sagen, da das Thema schon etliche Male durchgekaut wurde. Es bleibt die Hoffnung, dass der in Kürze stattfindende HannoverPride in Zukunft eine Lücke füllen kann, die in Hannover schon ewig besteht. Irgendwann dann vielleicht auch mit Parade. Wie man weiß, stirbt die Hoffnung ja zuletzt.

Nr. 9: Nun, vermutlich muss man zum 136° Club nicht mehr viel sagen, hat er doch inzwischen fast Kultstatus erlangt. Auch in Hannover kennt ihn faktisch, obwohl er sich im entfernten Hamburg befindet. Was ist das Geheimnis? Eine kleine, aber absolut perfekte Lichtanlage, beste Electro-DJs der deutschlandweiten Gay-Szene und jede Menge lecker Männer. Trotz Getränkepreisen, die sich nicht nur gewaschen, sondern zusätzlich stundenlang geduscht haben, ist der Club einen Besuch wert. Das mit den hohen Getränkepreisen hat zudem den Vorteil,  dass man nicht von komplett betrunken Hartz-4-Boys belästigt wird, die einem eh nur an die Tasche wollen. Und wer als Schwuler keine Electro-Musik mag, dem ist in diesem Leben eh nicht mehr zu helfen.

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Nr. 10: Zugegeben, das braucht eigentlich kein Mensch. Dennoch gibt es in der DDR eine 1-Euro-Party für Gays, Lesbians & Friends. “think pink” nennt sich der Event, der regelmäßig in der Hauptstadt der Bananenrepublik (Dresden) stattfindet. Ob man das Ganze lieber “think blue” betiteln sollte, muss noch ausgetestet werden. Da man in unserem Nachbarland weniger verdient, passt es aber ganz gut. Tja und eins muss man sagen: Hannover hat so etwas nicht, obwohl auch hier jedem das Geld fehlt.

So, das waren die Zehn – und das ganz ohne Sonja Zietlow. Ist das nicht toll? Fragt sich nur, wer Schuld daran ist, dass Hannover nichts zu bieten hat. Man könnte sagen die Bürger seien langweilig, doch ist das wirklich so? Wie ihr euch sicher denken könnt, mache ich natürlich nur eine Gruppierung dafür verantwortlich: Richtig, die SPD ist Schuld an allem Übel!

Würde man die SPD in einen Omnibusbetrieb umwandeln, hätte Hannover politisch gesehen sehr viele Probleme weniger – dafür aber einen kompletten Verkehrskollaps nach wenigen Tagen. Verglichen damit wäre diese komische isländische Aschewolke (ich liebe dieses Wort) ein Witz. “Eyjafjalla” – so der Name des Vulkans – klingt ein bisschen nach Döner mit Nudelsalat. Ja ich weiß, dass ich verfressen bin und immer nur ans Essen denke. So, und nun warte ich, bis mich jemand fragt, warum ich nicht wegziehe.