CSD Hannover

Gay Blog über die Szene, schwulen Lifestyle, Hannover & CSD

Betrachtungen fernab der rosaroten Brille

Wenn man vom Schützenfest, dem Lagerverkauf bei Kik und dem praktisch nicht vorhandenen CSD absieht, dann ist die CeBIT die Veranstaltung, die jedes Jahr die meisten Schwulen und Lesben in unsere wunderschöne, wenn auch durch die jahrelange und bis heute anhaltende SPD-Schreckensherrschaft vollkommen runtergewirtschaftete, Landeshauptstadt Hannover lockt.

Die CeBIT ist dabei nicht einfach nur irgendeine doofe und langweile Messe, sondern _die_ Messe schlechthin. Gerade für uns Schwuppen die richtige Chance, mal wieder richtig zu saufen. Da in unserem Team fast alle an der Flasche hängen, kennen wir natürlich alle Tricks und möchten diese nicht für uns behalten.

Gay Cebit: Was man nachts so treibt ...

Gay Cebit: Was man nachts so treibt ...

Vorweg aber erstmal ein paar Locations abseits der Messe, die man als CeBIT-Gast sehen muss/kann. Denn nichts ist blöder als die Frage “Wo gehe ich eigentlich hin, wenn ich mit Männern schlafe?”

  • Caldo: Das Caldo ist die einzige wirklich lesbischwule Cocktailbar in Hannover. Die Preise sind nicht immer die besten, dafür sind die Cocktails aber in jedem Fall top. Lecker, lecker und in jedem Fall einen Besuch wert.
  • WHY?GAY!-Party: Am Messe-Samstag, dem 6. März 2010, steigt wie auch in den letzten Jahren die WHY?GAY!-Party, welche das schwule Party-Highlight zur Messe darstellt. Die neue Location, der GQ Club, befindet sich direkt am Hauptbahnhof. Um 22 Uhr gehts für sanfte 7,95 Euro in die Vollen (bis 23 Uhr, danach 8,95 Euro). Mehr Infos über die WHY?GAY!-Party gibt’s auf der Party-Website.
  • Fever Club: Hannovers einzig noch verbleibende schwule Discothek hat natürlich auch zur Messe geöffnet. Da auch Mittwochs Betrieb herrscht, lohnt ein Besuch also auch am 3. März 2010. Davon abgesehen natürlich am 6. und 7. März 2010. Empfehlenswert ist das Fever vor allem als After-Location im Anschluss an andere Partys, so ab 2-5 Uhr. Bei einem legeren Eintrittspreis von 5 Euro und Top-Getränkepreisen kann man hier saufen, bis der Arzt kommt. Musikalisch wird bestimmt auch der coole Cascada-Song (siehe unten) mehr als 1x pro Tag gespielt.
  • Irrgarten: Sagen wir es mal so: Im Irrgarten tut man genau das, was man in anderen Städten in Darkrooms tut. Und das kann man zur Messe eigentlich durchgehend und zur fast jeder Uhrzeit. Also wenn es mal juckt, dann los!

Nun ja, sorry liebe Gäste von Außerhalb, aber viel größer ist die Szene in Hannover leider nicht mehr. Trotzdem folgt das Angebot dem Motto “besser als nichts” und ist zur Messe ganz cool. Kommen wir aber zurück zur Messe selbst, denn trinken macht natürlich am meisten Spaß, wenn man nichts dafür zahlen muss. Zahlreiche Messe-Partys bieten sich zu diesem Zwecke an. Heise hat wie jedes Jahr eine Liste zusammengestellt. Bei einigen Partys braucht man vorher eine Einladung. Diese bekommt man, in dem man während des Tages eines der zahlreichen Promotion-Girls (oder Boys) anspricht und liebt guckt.

Wer immer noch kein CeBIT-Ticket hat, ist sowohl doof als auch spät dran. Eventuell gibt es noch das ein oder andere Ticket abzustauben, ansonsten bleibt nix anderes als ein Ticket an den Kassen zu lösen. Wer nur saufen will, sollte das bleiben lassen, da sich der Spaß mit Ticketpreisen von 38 Euro nicht ganz rechnet.

An kostenloses Esssen zu kommen ist auf dem Messegelände nicht immer ganz einfach, sondern nur mit viel Talent möglich. Besonders lecker ist aber das Essen im Hause Microsoft. Wenn ihr mit einem sexy Messe-Boy hinter den Stand geht, bekommt ihr ja vielleicht die Lizenz fürs Kulinarische.

Alternativ und für die nicht ganz so gut aussehenden verrate ich nun noch die Möglichkeit, wie ihr kostenlos bei Mc Donalds essen könnt: Setzt euch in euer Auto und fahrt Richtung McDrive. Achtet darauf, dass mind. 1 Auto hinter euch und ein Weiteres vor euch ist. Am ersten Halt (das ist der Bestell-Schalter) entschuldigt ihr euch mit den einfachen Worten “Sorry, ich habe mein Portemonnaie vergessen”. Statt nun aber durchzufahren (was ja eh nicht geht, weil jemand vor euch ist), wartet ihr zwischen Schalter 2 (Zahlungs-Schalter) und Schalter 3 (Essens-Ausgabe). Hier verweilen, bis derjenige hinter euch seine Bestellung aufgegeben hat. Sobald es vor euch frei ist, fahrt ihr an den Schalter 3 - und schwupp haltet ihr die Bestellung des Bestellers hinter euch in den Händen. Hoffen wir mal, dass derjenige kein Vegetarier war. Ist das nicht einfach? Und so genial! Natürlich ist das vermutlich auch nicht ganz legal, also beschwert euch nicht, wenn es mal nicht klappt oder ihr anschließend inhaftiert werdet. Dieser Tipp kommt übrigens aus einem Youtube-Video und nicht von mir selbst, denn ich mache mal wieder Diät, weil mir auffiel, dass ich nicht nur alt, sondern auch fett bin.

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Abschließend noch etwas Musikalisches: Der neuste Smash-Hit von Cascada smasht  – und zwar richtig. Mit Pyromania kann mit Sicherheit an den Erfolg von “Evacuate the Dancefloor” angeknüpft werden. Erscheinen tut das Ding am 16. März 2010.

Soo, allen Hannover-Besuchern anlässlich der CeBIT wünsche ich eine coole Messe, geile Partys und feuchte Nächte. Nutzt die Möglichkeiten in Hannover, auch wenn sie sehr eingeschränkt sind. Eine Sache wäre noch interessant zu wissen: Stimmt es, dass Asiaten kleine Dinger haben? Gebt doch mal ein Feedback, wenn ihr es ausprobiert habt.

Darauf hat die schwule Welt in der Tat gewartet. GayRomeo / PlanetRomeo gibt es nun endlich auch für das iPhone und den iPod Touch. Da es das Romeo-Team seit Jahren nicht hinbekommt, eine gescheite MobileApp zu entwickeln, hat jemand anders das Ganze übernommen.

gayromeo auf dem iPhone

gayromeo auf dem iPhone

Erhältlich ist das App namens “MobileRomeo” für ca. 4 Euro (also weniger als eine Packung Zigaretten) im AppStore. Neben den klassischen Message-Funktionen gibts auch die passenden Funktionen für Fotos. So könnt ihr euer liebstes Stück auch im Bus oder der üstra an willige Männer senden – direkt und ohne Umweg über nervige Browser. Der Entwickler des Mobile-App wird vermutlich bald in Geld schwimmen, so wie es das Romeo-Team scheinbar schon länger tut – statt Weiterentwicklungen wird sich hier aber lieber mit CSD-artigen Boot-Veranstaltungen beschäftigt.

Hoffen wir mal, dass es bald auch ein gescheiter Entwickler schafft, eine Video-Funktion für unseren liebsten Sexualkontakt-Finder zu entwickeln. Das fehlt da nämlich ebenfalls seit Jahren. Und mal ehrlich …. mit Videos macht das viel mehr Spaß, zumal die nicht jeder Depp mit Photoshop bearbeiten kann.

Die meisten pseudo-intelligenten Jungschwuppen werden das Wort “Interjektion” nicht kennen. Und wenn sie doch vermuten es zu kennen, dann überlegen sie, ob man das vom Sex ohne Kondom bekommt. Naja, so falsch ist das gar nicht, denn Interjektionen kommen u.a. auch beim Sex zur Anwendung. Hier kommt die Lösung: Interjektionen sind kurze Wörter wie z.B ah, oh, ähm oder röööö.

Lady Gagas Quelle der Inspiration - so auch in "Telephone"

Lady Gagas Quelle der Inspiration - so auch in "Telephone"

Betitelte Lady Gaga greift in ihren tiefsinnigen Liedtexten sehr gerne auf Interjektionen zurück. Auffallend ist, dass das mit jeder Single krasser wird. Nunja, auch ihr Name “gaga” ist ja eigentlich nicht mehr als eine Interjektion. Zudem scheint es, als wäre der Name “Gaga” Programm. Aber verfolgen wir das mal im Detail:

  1. Just Dance: [...] GaGa, oh-oh, eh [...] da da doo-doo-mmm [...] oh oh oh-oh  [...] d-d-d-dance [...] j-j-just [...]
  2. Pokerface: Mum mum mum mah [...] Hoh, woah, oh-oh, ohahoh, ohoh [...] P-p-p-poker face, p-p-poker face, Mum mum mum mah [...]
  3. Eh, Eh (Nothing Else I Can Say): Eh, Eh [...] Eh, Eh [...] Eh, Eh [...]
  4. Love Game: [...] huh! [...] huh! [...] huh! [...] huh! [...] huh! [...]
  5. Paparazzi: [...] Papa-paparazzi [...] Papa-paparazzi [...] That Pickel of you is so magical [...] Papa-paparazzi
  6. Bad Romance: Rah rah ah-ah-ah, Ro mah ro-mah-mah, GaGa Oh-la-la! [..] oh-oh-oh-oh-oooh, oh-oh-oooh-oh-oh-oh
    [...]
  7. Telephone (ab 10. März 2010 in D.): [...] Wha-wha-what [...] Eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh [...] Eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh, eh [...]

Tja, und da soll nochmal jemand sagen, “Schni-Schna-Schnappi” wäre Kindermusik. Aber die Frau Gaga denkt da auch ganz praktisch. Selbst die zugekokste Schwuppe kann noch “ra-ra-ra-ra” mitsingen. Auch macht sie sich in der Öffentlichkeit gerade bei Schwulen und Lesben beliebt. Das ist gut durchdacht, da wir Schwuppen durch unsere vielen psychischen Probleme besonders anfällig für vollkommen hirnlose Musik sind. Zugegeben, es funktioniert! Ich selbst habe mich schon beim Mitsingen während des urinierens erwischt. Muss ich mich nun schämen?

Selbstverständlich habe ich mich nicht lumpen lassen und ein paar tolle Songs herausgesucht, die Frau Gaga unbedingt covern sollte. Bei Szenegängern bestimmt ein Hit: Hier (diese Performance durfte ich übrigens live miterleben, während ihr in SPD-Hochburg Hannover versauert seid) und hier.

Achtung, jetzt kommt eine Szene-Beobachtung!

Sind euch bei Planetromeo schon mal die Nutzer aufgefallen, die ihre Nicknames immer den aktuellsten Ereignissen  aus Musik, Sport und Kultur anpassen? So heißen ganze Cliquen plötzlich “KoksBarbie*”, “2Hot4Barbie*” und “BS-VIP-Barbie*”. Zum “Bad Romance”-Fieber dann natürlich “MöchtegernRomance”, “DämelackRomance”, “Bad-HIV-Schleuder” oder “RomanceTrotzAkuterBlasenentzündung”. Für diese User hat das den Vorteil, dass es besonders schwerfällt, über selbige zu lästern, da man nie genau weiß von wem man gerade spricht.

Wenn ihr selbst zu dieser Gruppe der ultimativen gayromeo-Trendsetter gehört, verrate ich euch nun mal, wie man es schafft, trotz der andauernden Namensänderungen über euch zu lästern: Richtig, man merkt sich immer genau den Namen, der am dämlichsten war! So werden einige Leute für immer und ewig unter “wilderPanda123*” oder “BomChiquitaWauWau*” bekannt bleiben (*Namen unerkenntlich gemacht).

Damit es trotz allem nicht zu Verwechselungen kommt, habe ich einen simplen Vorschlag zur Vereinheitlichung der Namensvergabe: Der Vorname des therapierenden Psychaters gepaart mit dem Nachnamen der behandelnden Kosmetikern. Eine Zahl dahinter (z.B. 143) bezeichnet die Anzahl der Mililiter (ml) der sinnesverändernden Drogen, die man sich innerhalb der letzten 48 Stunden reingepfiffen hat. Vielen Dank, ich weiß, das meine Ideen toll sind!

Zur Abwechslung aller  hier auch mal ein cooler Song (erhältlich ab dem 5. März 2010):

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Und was hat Lady Gaga nun mit Inkontinenz zu tun? Naja, eigentlich nichts, wenn man davon absieht, dass ich immer kacken muss, wenn ich einen Lady Gaga Song höre. Außerdem wollte ich das Wort mal erwähnen, da es so cool klingt. I-I-I-Inkontinenz quasi.

Tadaaaaaaa, neue Informationen aus der CSD-Riege!

Laut einer Informations-E-Mail, welche der nevermind e.V. (das ist der Verein, der diese kleine Ladenhütte in der Nähe des schwuppigsten Cafés Hannovers betreibt) verschickt hat, findet in Hannover rund um Pfingsten eine tolle Veranstaltung Namens Hannover-Pride statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung sind auch diverse Kulturwochen geplant, die vom nevermind organisiert werden (vom 7 bis 22. Mai 2010). Dafür wird händeringend nach Vorschlägen/Beiträgen gesucht, an denen sich gerne alle beteiligen dürfen. Müssen diese Vorschläge sinnvoll sein?

Hannover-Pride: So oder ähnlich könnte es aussehen.

Hannover-Pride: So oder ähnlich könnte es aussehen.

Cocktail-Abende für Alkoholiker, offene Abende in Gruppentherapiezentren, Volleyball-Schnuppertraining für übergewichte Tucken, Besuch von lesbischen Blumenläden, Gangbang-Partys in Kirchen, Nackt-Stadtrundgänge, und viel mehr. Der Phantasie müssen keine Grenzen gesetzt werden.

Gut am Ganzen ist wohl, dass das alte CSD Team, welches im vergangenen Jahr absolute Grütze produziert hat, nicht mit von der Partie ist. Oder doch? Whatever, vielleicht haben die es auch einfach gelernt und feiern dieses Jahr bei sich zu Hause runde Geburtstage im Keller. Die Teilnahme des Vereins “Trockene Frauenliebe” wurde dafür allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

Wie man auch nur im Ansatz auf die abwegige Idee kommen kann, in SPD-Hauptstadt Hannover auf irgendetwas stolz zu sein, bleibt indes vollkommen fraglich. Bei der Namensgebung hat man scheinbar entweder nicht über das Wort “pride” nachgedacht, deutlich zu tief in Weinflaschen geguckt oder definitiv mit den falschen Leuten geschlafen.

So, Schätzeleichens, Themenwechsel. Eine Sache will und darf ich euch aber auch nicht vorenthalten! Dieses Video handelt von der Vita des überaus erfolgreichen talentfreien Schauspielers, Moderators, Promoters und Maniküre-Experten Denny Rambow. Denny ist Hannoveraner bzw. eigentlich Cellenser, Mitte 20 und hat schon vor 20 Jahren mit der Haarspraydose vor dem Spiegel gesungen und sich heimlich die Klamotten seiner Großeletern angezogen. Im Gegenteil zu vielen anderen der Branche ist Denny trotz seines Status normal geblieben. Es ist ja leider bekannt, dass Promis schnell abheben und sich arrogant geben. Auch Mediengeilheit ist ein Fremdwort für ihn. Übrigens: Besonders in größeren Vortrink-Kreisen kommt das Video cool. Und nein, wir wissen nicht, ob Denny single & schwul ist. Vermutlich wäre das aber auch egal, wenn Du Musikproduzent bist.

Die Älteren von euch kennen bestimmt noch die Szene in der Version 1.0. Zu Zeiten, als es noch kein gayromeo gab, war diese Version aktuell. Gut besuchte Partys, man trifft sich mit Freunden auch mal fürs Kino oder einfach nur auf einen Cocktail. Es gab sogar Leute, die einfach mal spontan auf dem Balkon gegrillt haben. Zu dieser Zeit durfte man die Szene gut und gerne als “Community” bezeichnen. “Wir Schwule müssen zusammenhalten” hätte fast jedes Mitglied der Szene 1.0 ohne Bedenken unterschrieben. Von der Gesellschaft noch nicht komplett akzeptiert war es zwar schwer, ließ sich in Gemeinschaft aber trotzdem super leben.

Szene 3.0: Drogen sind im Trend

Szene 3.0: Drogen liegen voll im Trend

Schade, aber irgendwann war Schluss damit. Spätestens seit dem Aufkommen des schwulen Einwohnermeldeamtes (für alle Lesben: Damit ist gayromeo gemeint, gerne auch “die blauen Seiten” genannt) ist Schluss mit dem Gedanken der Gemeinschaft. Die Szene 2.0 war geboren. Hier zählen andere Werte. Während in Version 1.0 noch Ehrlichkeit, Treue und Freundschaft wichtig waren, sind das in 2.0 andere Dinge: Sex, Körperkult & Spaß. Nach Wichtigkeit geordnet ist es auch genau diese Reihenfolge. Je besser man aussieht, desto mehr Sex hat man. Und je mehr Sex man hat, desto mehr Mitglied ist man in der Szene 2.0. Man prahlt vor seinen ebenfalls bis zum Anschlag oberflächlichen Freunden mit den Kerlen, die man bereits senkrecht hatte. Bonus-Punkte gibt es dann, wenn man damit noch eine Beziehung zerstört hat. Je nackter, desto besser, je jugendfreier, desto schlechter.

Tja, nun ist es 2010! Und schon Mitte 2009 war klar, dass 2.0 out ist. Genau wie im Online-Business die Blase des “Web 2.0″ geplatzt ist, so tut sie es auch in der Szene. Blöd nur, dass die Version 3.0 noch deutlich schlimmer ist. Die Werte der dritten Version unser kunterbunten pinken Welt lassen sich einfach umschreiben: Geld, Drogen & Macht. Es klingt krass, ist aber leider die Wahrheit. Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, als ihr euch auf Partys darüber aufgeregt habt, dass alle WCs belegt sind, weil diverse Schwuppen mal wieder am Pimpern waren? Tja, wisst ihr was besagte Gruppe heute auf den WCs macht? Richtig, koksen! Nur ein kleiner Teil aller Partyklo-Nutzer widmet sich noch den Geschlechtsorganen. In Zeiten, in denen man mit 10 Jahren ein Handy hat, mit 15 Mitglied bei funkyboys (= noch billigerer gayromeo-Abklatsch für Kinder, Jugendliche und deren pädophile Zielgruppe) und spätetens mit 17 auch gayromeo-Mitglied ist, zählt Sex eben nicht mehr so viel, sondern ist selbstverständlich geworden. So selbstverständlich wie Trinkwasser und ein iPhone. Das gerade bei Hetero-Frauen immer wieder erwähnte “Aufsparen für die große Liebe” war schon 2003 vollkommen verschwunden. Die treuesten Schwuppen, die in den längsten Beziehungen stecken, stecken in der Realität meist ganz woanders und sind die größten Fremdgeher überhaupt.

Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass das Drogenproblen, welches die Schwule Szene (inzwischen auch in Hannover) hat, nicht zu extrem wird. Es wäre Schade, wenn die schwule Szene so endet wie damals die Techno-Szene. Und diese ist inzwischen fast zu 100% von der Bildfläche verschwunden bzw. hat sich in das normale Nachtleben eingegliedert. Wir sind gespannt, was die Szene 4.0 so zu bieten haben wird. Erfahrungsgemäß gehts damit spätestens 2014 los – und dann vermutlich wieder eine Stufe schlimmer.

Das Jahr ist fast vorbei. Da wird es doch Zeit für einen weiteren komplett sinnfreien Jahresrückblick. Dabei müssen auch noch ein paar Sachen gesagt werden, die dieses Jahr nicht in aller Deutlichkeit ausgesprochen wurden und zu kurz gekommen sind.

famous club / Geldverbrennungsanlage: Ganz oben auf der Liste steht der famous club primär deswegen, weil der “Absturz” bereits Silvester 2008 begann. Um ziemlich genau 1:30 am 1. Januar 2009 hatten wir einen kompletten Tonausfall, den wir den kompletten Rest der Nacht nicht richtig beheben konnten. Tja, danach war der Ruf im Arsch. Das Anfang vom Ende, da zu dieser Zeit fast 300 Leute im nur 99qm großen famous club feierten. Knapp ein halbes Jahr später haben wir das famous zum letzten Mal aufgeschlossen. Die Gewissheit desssen, dass wir einen fast sechsstelligen Betrag verbrannt hatten, hat die Lust auf Party, Electro & absolut Vodka halt irgendwann getrübt.

2010 wird schwuler denje!

2010 wird schwuler denje!

Heute möchte ich den Betreibern der wochenendbeziehung in Hannover (Club, der nun in den Räumen des famous ist und trotz pinker Wände übrigens kein Stück homosexuell ist) alles erdenklich Schlechte wünschen. Klingt blöd, ist aber so.

Love Of My Life: Nun eine sehr private Sache. Wen das nicht interessiert, der liest es trotzdem! Neben dem fast sechsstelligen Betrag, den ich mit dem famous erfolgreich eliminiert habe, ging etwas viel Bedeuteneres verloren: Die Zeit, die ich meinem Freund widmete. Die Folge des Ganzen war ein Auseinanderleben und das Beziehungsaus im März, auch wenn das primär von mir ausging. Nicht nur einer der größten Fehler meines Lebens, sondern der mit großem Abstand Größte! Erst wenn man Dinge verliert, sieht man, was man an ihnen hatte. Das habe ich vor März 2009 nie geglaubt. Folglich habe auch ich mal etwas gelernt. Meine große Liebe und eine der wenigen Personen, denen ich zu 100%ig vertraut habe, ist verschwunden.  Und ja, es ist meine eigene Schuld. B., you were the love of my life.

David Guetta: Der wahre Gott! Ich habe ihn schon immer geliebt, viele haben diese Liebe aber erst 2009 entdeckt. In den Top10 der ODC (Official Dance Charts) sind Ende November 2009 ganze 5 Songs von David Guetta. Hätte er einen Sohn, so würde es einen neuen Jesus Christus geben. Der endet dann hoffentlich nicht am Kreuz, sondern bei seinem Papa im Jet rund um die Welt. Bei dieser Gelegenheit könnten wir die komplette christliche Kirche sowieso mal abschaffen und durch DJs ersetzen. Aus mehr als intolleranten und altmodischen Spinnern besteht die heutzutage eh nicht mehr. Und mit den Milliarden an Kirchensteuern (die dann Guetta-Steuer heißen würde, so eine Art DDR-Steuer Solidaritätszuschlag für Frankreich) könnte man soooo geile Partys hochziehen. Mit viel Laser, noch mehr sexy Gogos und am meisten Prosecco. Tadaaaa, Champagner für alle!

Micheal Jackson: Wieso Micheal Jackson und nicht Madonna? Die Frau nervt echt, während wir mit Michael Jackson wohl einen der größten Musiker aller Zeiten verloren haben. Es ist schlichtweg erschreckend, wie Menschen durch die Geldgier anderer über Jahre hinweg zerstört werden. Selbst im Nachhinein ist es mehr als widerlich, wie man aus dem Tod eines Menschen so viel Profit erwirtschaften kann. Das ist schon fast so schlimm wie die Mediengeilheit von Natascha Kampusch.

CSD Hannover: Leider muss das Thema nochmal angeschnitten werden. Gerade auch deswegen, weil ich die passende Domain für dieses Blog nutze. An dieser Stelle kommentiere ich den Christopher Street Day in der Leine-Stadt aber nicht mit mehr als den Worten “rote Grütze”.

Robert Enke: Kein Tod hat mich dieses Jahr so genervt wir der des Herrn Enke. Nachdem ich anfangs nichtmal wusste, wer das überhaupt ist, wurde ich Stunden später mit Infos über ihn totgetextet. Tagelang gab es kein anderes Thema mehr, die Headlines etlicher gayromeo-User waren geradezu mit Kondolenz “zugemüllt”. Ist der Kerl Jesus? Denkt eigentlich mal jemand daran, was für Leid er seiner Familie angetan hat? Suizid ist eine so unfassbar feige Tat, dass man danach nicht so tun sollte, als wäre die betreffliche Person Gott! Frau & Adoptivkind werden ihr Leben lang darunter leiden. Und die Euros für diese Schwachsinns-Veranstaltung in der AWD Arena hätte man auch besser investieren können, z.B. als Spende an die Krebshilfe. Robert Enke ist kein Stück mehr wert als ein 12 jähriges Mädchen, welches unverschuldet an Blutkrebs verstirbt. Sorry, aber ich musste das nun mal aussprechen. Fussballfans haben oftmals echt eine Macke.

Bundestagswahl: Juhuu, an dieser Stelle nochmals: Danke Deutschland! Und zusätzlich: Shame on you, Hannover! Schon 2005 haben wir es geschafft, die “Partei des Teufels” zu 50% zu eliminieren. 2009 können wir nun mit Stolz behaupten, diese endlich komplett gekickt zu haben. Komischerweise ist das in Hannover nicht angekommen. Warum nur? In beiden unser Wahlkreise hat die profilloseste und zweitschlimmste Partei aller Zeiten das Rennen gemacht. Nur deswegen, weil der Herr Schröder, der sich ja 7 Jahre lang als “Kanzler” bezeichnen durfte und an Beschränktheit kaum noch zu übertreffen ist, seinen Erstwohnsitz in Hannover hat? Super, ganz großes Tennis! Hoffen wir auf ein Erwachen bis 2013.

gayromeo: Dazu gibts eigentlich derzeit nur eines zu sagen: Gaaanz große kackaaaa! Naja, mir ist gerade im dritten Quartal aufgefallen, dass die Anzahl der Südländer und Bisexuellen extrem stark steigt. Ob das nun gut oder schlecht ist, bleibt jedem selbst überlassen. Und ob das für mehr “soziale Kontakte” oder eher für mehr “sinnloses rumpimpern á la krasse 3er BMW” sorgt, ebenfalls.

Silvester 2009: Wo kann man Silvester besser feiern als in Hannover? Richtig, überall anders auf der Welt, außer in Braunschweig! Auch in Düsseldorf, obwohl Düsseldorf eigentlich das Braunschweig von Köln ist. Die “sensatation” lockt nach Düsseldorf, aber definitiv! Gute Musik, jede Menge Lautstärke, geile Leute und alles in weiß, wow. Das mit dem Dresscode habe ich leider falsch verstanden und mir die Zähne bleichen lassen, anstatt eine weiße Hose zu kaufen.

Gute Vorsätze: Tja, mit den Vorsätzen ist es so eine Sache. Da ich nicht rauche und kein Bock habe auf Rum zu verzichten, wird der Drogen-Entzug kein Vorsatz. Stattdessen vielleicht ein Lifting, 450ml Botox, 250ml Hydro Collagen (Jaa, ich werde nächstes Jahr 25. Genau davor fürchte ich mich schon seit 2003, ich gebe es zu!) und nen pinker 7er BMW mit dem Schriftzug “ich nix abi”. Achja und natürlich ein nochmals optimierter Douglas-Umsatz. Gegen nen neuen Traummann hätte ich vermutlich aber auch nichts einzuwenden. Übrigens… ganz wichtig ist auch noch der Verbotsantrag für “Die Linke”.

Was sonst noch ansteht… naja, rein schwul betrachtet kommt 2010 nicht viel. Ich erneuere hiermit mein Versprechen, die schwule Szene in den nächsten 10 Jahren weder mit Partys, noch mit Discotheken oder anderen Gastronomie-Projekten zu segnen. Was im Sommer folgt ist allerdings ebenfalls homsexueller Natur: Das Nachfolge-Projekt von gayscream.de, zu welchem es in mehreren Städten Deutschlands auch Release-Partys gibt, die aber durch einen Fremdveranstalter organisiert werden. Trotzdem bleibt es extrem spannend, was wohl aus dem CSD Hannover 2010 wird.

PS: Man hat mich darauf hingewiesen, dass ich pro Blog-Seite ca. 15x das Wort “SPD” erwähne und mit der Frage konfrontiert, ob ich der Meinung bin, dass die SPD an allem schlimmen in Deutschland Schuld ist. Einache Antwort: Jaaaaaaa, das ist sie defintiv!

Leute, was nun kommt ist kein Witz, sondern der Beweis dafür, dass Notgeilheit, Oberflächlichkeit langsam gesellschaftsfähig werden.

Ab dem 18. Januar 2010 gibt es auf ProSieben ein neues Format namens “50 pro Semester”. Der Inhalt ist so lustig wie erschreckend.

Es handelt sich um eine Reality-Show, bei der fünf Jungs die Aufgabe haben, während eines Semesters 50 Frauen oder Männer rumzukriegen. Wer das zuerst schafft, hat gewonnen. Ausgestrahlt wird das Ganze um 16 Uhr. (Quelle: quotenmeter punkt de)

Nunja, wenn da wirklich auch eine Schwuppe mitmacht, ist die Sendung wohl nach 2 Ausgaben vorbei, weil die Schwuppe gewonnen hat. Eine Nacht auf einer Gayparty und schon geht er als Gewinner hervor. Dann aber hoffentlich ohne HIV-Infektion.

Wie heißen ProSieben hiermit herzlich im Jahre 2009 willkommen. Danke, dass ihr die Notgeilheit nun auch schon Nachmittags in die Wohnzimmer der lieben Hartr4-Empfänger bringt.

Ein krasser Beitrags-Titel, der vielleicht schon andeutet, was nun kommt. Passend zum Welt-Aids-Tag, der alljährlich am 1. Dezember zum Nachdenken anregen soll, möchte ich nun ebenfalls zum Nachdenken anregen.

Auf jeder Party in der Szene, auf welcher die Aids-Hilfe eine Aktion (z.B. das Verteilen von Kondomen, Auftritte in Kostümen) veranstaltet, frage ich mich. “Was soll das? Heute weiß doch jeder, dass man nicht ohne Kondom poppen soll!”. In Gesprächen mit der Selbigen wird dagegen immer wieder beteuert, dass sehr viele junge Leute immer noch nicht aufgeklärt seien. Doch wie ist das wirklich?

Während es in einer Schule bei Kindern wohl etwas Anderes ist, kann man für die schwule Szene wohl eines direkt sagen: Der Grund für die vielen Neuinfektionen ist keinesfalls die Nichtaufgeklärtheit oder das Fehlen von Kondomen, sondern schlicht und einfach der unfassbare Egoismus und die unübertreffliche Notgeilheit eines Großteils der schwulen Bevölkerung.

"First Aids" oder "Fist Aids"? Ist die schwule Szene wirklich so?

"First Aids" oder "Fist Aids"? Ist die schwule Szene wirklich so?

Die Aids-Hilfe macht ihnen Job wohl ganz gut. Während man früher noch für Kondome zahlen musste (kennt jemand noch diese tollen Geräte namens “Kondomat“?), stribt man heute eher den Erstickungstod unter einem Berg von Kondomen, als an den Folgen von Aids. Würde ich alle Kondome, die ich auf einer Party erhalte, direkt danach “verbrauchen”, dann täte mir wohl 2 Wochen lang nicht nur der Allerwerteste, sondern auch alles Andere weh. Und nach der Gangbang-Party müsste ich definitiv meine Wohnung sanieren. Schade, dass es keinen Verein gibt, der auf Partys Red Bull verschenkt. Die würden dann sogar eine Spende bekommen. Aber nur deswegen, weil ich wüsste, dass sie keine Millionen Euro dafür verpulvern, Jahr für Jahr komplette Innenstädte mit Plakaten zu terrorisieren, auf denen Dinge stehen, die man eh schon weiß.

Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Wieso nutzen denn viele Schwule keine Kondome, obwohl sie ganz genau wissen, dass die Gefahr einer HIV-Infektion besteht? Richtig, weil es mit Kondom weder gefühlsecht ist, noch richtig Spass macht. Geiler ist einfach ohne! Und die Gefahr sich anzustecken ist sowieso absolut minimal. Und beim Oralverkehr ein Kondom? Hallo? Wer kommt auf solch absurde Ideen? Nun, doch es kommt noch schlimmer. So gibt es sogar Leute, die (wissend von ihrer eigenen Infektion) ohne Verhütung mit etlichen weiteren Kerlen ins Bett steigen. Immer nur auf den eigenen Spass aus, bloß nicht an andere denken, hauptsache wieder nen schönes Hinterteil rangenommen.

Ein Bekannter hat mir mal gesagt “naja, wenn ich Aids habe, ist es nicht so schlimm, dann kann ich wenigstens rumficken ohne drüber nachdenken zu müssen”. Liebe Community, genau das ist das Problem in unser pseudofrohen rosa Welt. Habt ihr noch alle Latten am Zaun? Nein, ihr habt eure Latten woanders… woanders und ohne Kautschuk.

Wo wir gerade beim Thema Sex sind: Darf ich auch mal erwähnnen, dass ihr Tucken absolute Schl**pen seid? Wenn ich erwähne, dass laut Focus.de die durchschnittliche Anzahl der Sexualpartner in Deutschland bei 6,3 liegt, dann denkt man drüber nach. Ähm, nein, nicht pro Woche, sondern im Leben! Ohne die homosexuelle Community läge der Durchschnitt vermutlich bei 2,5. Und ja, ich bin auch schwul und muss selbst zugeben, die 6,3 schon um einige Faktoren übertroffen zu haben. Wie war das? Sich immer erst an die eigene Nase packen…

Fast hätte ich noch vergessen, mich zum Titel dieses Artikels zu äußern. Entstanden ist dieser durch die Frage: Was kann man realistisch (ohne Traumtanzen!) dagegen tun, die Neuinfektions-Rate zu senken? Noch mehr Kondome auf die Tanzfläche feuern? Vermutlich nicht. Man muss die Schwulen ganz einfach da treffen, wo es ihnen am Meisten weh tut. Und das ist auf Grund der Douglas- und Ed Hardy-Sucht der Geldbeutel. Die (ja, gibt es auch) notgeilen Heteros nutzen auch Kondome. Nicht gegen Aids, sondern gegen Kinder. Denn für die Kinder muss man als Mann selbst aufkommen. Und zwar ein Leben lang! Und wenn es dann doch mal schiefgeht und jemand schwanger wird, kann man immer noch diverse Talkshows besuchen und sich von Britt sagen lassen, wie blöd man ist. So eine HIV-Infektion dagegen zahlt schön und lustig die Krankenkasse, ebenfalls ein (kurzes) Leben lang! Abgesehen von ein paar Cents für gesündere Ernährung abseits Bacardi Cola und der Straßenbahn-Fahrkarte zum Arzt bleibt man finanziell komplett unabhängig – ist das nicht toll?

Wer das verfolgt hat, dem liegt die Lösung auf der Zunge. Wieso müssen diejenigen, die _fahrlässig_ oder _aus Nachlässigkeit_ eine Ansteckung erwirtschaftet haben, nicht selbst dafür aufkommen? Wieso werden Leute, die aus purer Notgeilheit andere mit HIV infizieren, nicht wegen fahrlässiger Tötung verknackt? Okay, vermutlich deswegen, weil ansonsten nach 6 Monaten der halbe Knast HIV+ wäre. Naja, müsste man denen halt noch ein “Achtung!”-Tattoo einbrennen. Wieso müssen Leute, die aus Notgeilheit andere mit HIV infizieren nicht selbst für deren Behandlung aufkommen?

Wer nicht hören kann, sollte eigentlich fühlen müssen, aber in unserem wunderbaren Deutschland gibts natürlich tolle “Grundgesetze”, die sich irgendwelche alten Säcke vor unendlich vielen Jahren ausgedacht haben. Tja, damals hätte man nicht gedacht, dass es irgendwann mal Menschen gibt, die für den Ausguss ihres Penis über Leichen gehen. Willkommen im 21 Jahrhundert.

Das alles klingt krass und ist sicherlich etwas übertrieben, aber mal ehrlich: Wie soll das weitergehen? Just my two cents.

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In diesem Sinne: F**krige frohe Weihnachten. Und die Hoffnung, dass die Entwicklung der schwulen Szene zur egoistischen, abartigen und rücksichtslosen Bevölkerungsgruppe im kommenden Jahr ein Ende hat. Leute, tut doch Weihnachten mal etwas Gutes! Und nein, mit der großen Liebe eures besten Freundes pimpern ist nichts Gutes.

Übrigens: Aus aktuellem Anlass darf ich freudig erwähnen, dass wir uns hiermit ebenfalls explizit, ausdrücklich und unter diskretem Nachdruck von den Aussagen, der Optik, den lesbischen Tendenzen und den Frisuren der _offiziellen_ Website des CSD Hannover distanzieren. Achja, und natürlich auch von denen der SPD, aber das ist ja selbstverständlich. Deren Website ist übrigens weder privat, noch unter Alkoholismus entstanden.

Etwas neues ausprobieren“: Das raten einem viele Bekannte, wenn man in einer Beziehung das Problem hat, dass das Sexleben eingeschlafen ist.

Bei Schwulen gibts das Problem wohl auch oft genug. Das kann verschiedene Gründe haben. Man passt sexuell einfach nicht zusammen, keiner von beiden will passiv sein, oder oder oder. Am Ende ist es aber meist nur ein Grund: Immer der gleiche Körper ist schlicht & einfach langweilig. Ob da neue Stellungen, neue Experimente oder neue Fetisch-Versuche helfen oder man doch lieber über eine offene Beziehung nachdenken sollte, ist fraglich, aber auch nicht relevant.

Schwule Fetische

Heute: Neue Fetische zum Ausprobieren & Antesten

Gehen wir mal davon aus, dass das mit dem “Neues ausprobieren” funktioniert und jede (auch ansonsten komplett überflüssige) Beziehung rettet und setzen wir das Thema in die Tat um. Etwas Neues ist ja schön und gut, aber was ist denn neu? Hier kommt das Problem der Relation aus Alter und Erfahrung. Während ein Großteil der Boys unter 20 relativ viele Fetische “abstoßend” findet, haben Männer um die 40 eigentlich schon alles gemacht und finden nur schwierig Sachen, die wirklich neu sind.

Um genau diesem Faktum entgegen zu wirken, haben wir uns in der bunten schwulen Welt auf der Suche nach neuen und vor allem innovativen Fetischen gemacht. Und tadaa, wir sind fündig geworden! Vorlieben wie NS (nein, dafür muss man sich nicht den Kopf rasieren), Füsse, Leder oder Frauenkleidung sind zwar toll, aber durch ihre inzwischen unfassbar weite Verbreitung nicht nur langweilig, sondern schlichtweg zu normal. Probiert doch mal Folgendes:

  • Windel-Fetisch: Anfangs hielt ich das noch für einen Scherz. Schon vor ein paar Jahren tauchten im Romeo-Dschungel ein paar alte Männer in Windeln auf. Heute vermehrt sich das rasant. Was früher nur in Altersheimen gegen Inkontinenz verwendet wurde, wird 2009 zum Mittelpunkt des Aktes. Auch die Erweiterung auf zusätzliche Baby-Accessories wie Schnuller, Strampelanzug und Co. ist bereits geschehen. Ist das Ganze eine einfache Wandlung der früheren Master-Slave-Beziehungen SM-Bereich zur Vater-Kind-Beziehung? Interessant ist es auf jeden Fall! Und definitiv einen Versuch wert…
  • Gips-Fetisch: Nein, mit den Gipsy Kings hat das nicht viel zu tun, auch wenn die manchmal ebenfalls nach offenem Bruch klingen. Vielleicht einfach nur “Doktorspiele 2.0“, eventuell auch mehr oder weniger. Jedenfalls ist es für die Fans dieser neuen Fetisch-Bewegung nicht die Gewissheit des Gebrochenseins, die anmacht. Eher ist es die Optik des Gips an sich. Deswegen wird auch ohne Bruch gegipst bis zum Abwinken. Ohoh, mit so einem möchte ich mal in den Baumarkt. Und was die liebe Tine Wittler da wohl für Ideen hätte.
  • Saufääään: Gemeint ist damit definitiv nicht, dass man am Sonntag nach einer Party aufwacht und sich fragt, in welcher Reihenfolge man es mal wieder mit wem getrieben hat und von wem genau man die Chlamydien hat. Vielmehr anregend ist die reine Vorstellung, dass ein Mann komplett betrunken, fast komatös, relativ regungslos in der Ecke liegt. Optimalerweise mit der maximalen Dosis an minimaler Hygiene und inmitten dem, was er am Vortag an fester Nahrung vertilgte. Ähm, ja! Keine weiteren Fragen.
  • Kleine Dinger: Eigentlich ziemlich schlüssig, trotzdem bin ich nie auf die Idee gekommen. Genau wie Leute, die es möglichst XXLig haben wollen, gibt es auch genau das Gegenteil. Das sind die Homosexuellen, die dem “weniger ist mehr”-Motto folgen. Habe ich übrigens nicht im asiatischen Romeo entdeckt, obwohl es da aus Mangel an Alternativen durchaus praktikabel wäre. Nein, es handelt sich hierbei um eine Erfindung aus deutscher Hand oder wohl eher dem kleinen Finger der deutschen Hand.

Um es noch ein paar Stufen interessanter zu machen, könnte man eine Kombination verschiedener Techniken versuchen, gerne auch in Einbeziehung bisexueller Praktiken oder größerer Gruppen von Menschen oder Transsexuellen.

Zu beobachten ist auch ein Phönomen, welches ich schon vor 2 Jahren bei der Bildung von Szene-Vereinen beobachtet habe. Getreu dem Motto “Je randgruppiger, desto besser” gilt hier eben das genaue Gegenteil von: “Es gibt nichts, was es nicht gibt“. Lustig ist es nämlich nur, wenn es neu ist und am Besten noch nie einer auch nur ansatzweise auf die gleiche Idee gekommen ist. Und sobald genug (= mehr als 25) Anhänger oder Fetisch-Mitläufer vorhanden sind, ist es langweilig und muss erweitert oder eingeschränkt werden. So wird aus einem ehemals schwulen Sportverein ganz einfach der “schwule Sportverein für Männer zwischen 23 und 41, die mindesten 2 Kindern über 19 haben”. Oder aus dem Sneaker-Fetisch wird ein “Sneaker mit Gipsbein, aber nur wenn das blau-gelb angemalt ist”-Fetisch.

So, das waren nur einige Vorschläge zur Verbesserung der Sexualität. Übrigens alles reale Fetische. Ideen für absurde noch nicht existente Fetische hätte ich noch genug, davon aber mehr, wenn ich zu mal wieder zu viel Zeit und zu wenig Hobbys habe. Jaja, wir Schwulen mögen es eben hart und dreckig und finden es gerade noch romantisch, wenn die einzuführende Silikon-Nachbildung vorher in heißen Kerzenwachs getaucht wird.

Das Problem ist fast jedem Schwulen bekannt: In Der Hoffnung auf seinen Traummann klickt man sich bei GayRomeo durch die faktisch endlosen Online-Listen. Doch vor lauter fetter Schwabbel, depressiven Ostdeutschen und perversen Spinnern gehen die wirklichen Schönheiten unter. Doch was tun? Gayromeo bietet leider keine optimalen Filter-Möglichkeiten. Man kann weder HIV-Positive noch SPD-Wähler ausblenden. Blöd vor allem dann, wenn sich genau diese Fakten erst im Laufe des Chats herausstellen. Die Zeit hätte man sich dann auch sparen oder viel lieber in Selbstbefriedigungspraktiken oder Katia Sahlfrank investieren können. Zeit ist schließlich Geld!

Nunja, das Problem mit den politisch Fehlplatzierten kann man wohl schlecht lösen. Für das Problem der dicken Tucken gibt es nun endlich eine sinnvolle und definitiv innovative Lösung. Und die heißt GR-Tools! Eine kleine Erweiterung, die auf Klick genau das tut, was Gayromeo nicht bedacht hat: Leute anhand ihres BMÍ filtern. Genial, denn ein Kerl mit 100 kg ist nicht immer fett, vorausgesetzt er ist 220m groß. Hier ist das Verhältnis die Lösung. Damit ihr auch kein Verhältnis mit dem Falschen anfangt.

GR-Tools

Und wie funktioniert das? Erstmal nur mit dem Firefox! Die GR-Tools basieren auf dem Firefox AddOn Greasemonkey, welches es erlaubt, Javascript-Erweiterungen in bestehende Websites einzubauen. Sobald das AddOn installiert und gestartet ist, installiert man sich auf der GR-Tools Website diese tollen Funktionen. Blupp und fertig!

Die GR-Tools bieten übrigens noch viele weitere praktische Möglichkeiten: Lupen-Funktion, Profil-Öffnung ohne PopUps, direktes Antworten auf Tapsen, YouTube-Link-Verknüpfung, Weiter- und Zurück-Links, direkte Öffnung des Message-Verlaufs, anonymes Öffnen von Profilen, und und und …

Probiert das auf jeden Fall mal aus! Für uns Schwuppen ist das genau die richtige Möglichkeit, sich nicht länger mit hässlichen fetten Bratzen rumzuärgern.

Maybe gibt es in der Zukunft ja noch weitere Funktionen. Ich hätte da ein paar tolle Ideen: Wie wäre es, wenn man Leuten über 30 automatisch Nachrichten mit beleidigenden Inhalten schicken könnte? Oder allen mit BMI über 20 ein automatisches “Nein-Danke” wahlweise in Empfänger-Sprache oder polnisch? Vielleicht lässt sich das der Entwickler ja mal durch den Kopf gehen, wenn er das hier liest.